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16.02.2023 Die FAZ lernt dank Henryk Grynberg, wer die "Kinder aus Teheran" aus sind: Jüdische Kinder aus Polen, die nach Palästina gerettet wurden und in Israel nicht als Opfer des Holocaust anerkannt werden. Die Zeit liest interessiert Götz Alys Sammelband "Unser Nationalsozialismus". Außerdem holt sie August von Goethe mit Stephan Oswald aus dem Schatten des Vaters. Der Dlf blickt mit Robert Coover und Art Spiegelman in "Street Cop" in eine düstere Zukunft.

15.02.2023 Die FR lernt mit Nico Bleutges „schlafbaum-variationen“ das Schweben. Die FAZ erlebt mit Karl Ove Knausgards Roman „Die Wölfe aus dem Wald der Ewigkeit“ ein sehr friedliches Moskau aus der Sicht mehrerer Ich-Erzähler. Die SZ zieht respektvoll den Hut vor dem Geschichtsprofessor Ewald Frie, der sich mit sechzig Jahren an die Aufarbeitung seiner bäuerlichen Familiengeschichte gemacht hat. Der Dlf staunt über die Farbbrillanz von Jean de Mandevilles spätmittelalterlichem Bestseller „Die Wunder der Erde“.

14.02.2023 Die SZ genießt mit Stefan Moses "Maskenspielen" das Spiel des enthüllenden Verhüllens. In der SZ begeistert sich Elke Heidenreich für Julia Schochs Roman "Das Liebespaar des Jahrhunderts". Die FAZ lernt von Thomas Bugnyar die intelligenten Manöver von Raben zu bewundern. Eine wunderbare Lektüre bereiten ihr auch Giorgio Manganellis "Hundert Romane in Pillenform". Der Dlf liest beeindruckt Frederic Valins dokumentarischen Roman "Ein Haus voller Wände". Der DlfKultur kommt mit Richard Rorty auf gute Ideen in Sachen pragmatischer Gerechtigkeit.

13.02.2023 Als Buch der Stunde preist die SZ Claudia Kemferts Buch "Schockwellen", das die Energiepolitik auch als Kampf um Demokratie gegen Autokratie begreift. Die FR liest betroffen Dmitrij Belkins Biografie des zum Dissidenten Lew Kopelew. Mit Timothy Snyder setzt sie gegen die Tyrannei auf zivilen Ungehorsam. Als große Leistung würdigt die NZZ, wie besonnen Hasan Hasanovic davon berichtet, wie er Srebrenica überlebte. Die taz nimmt sich ein Beispiel an Virginia Cowles Kriegsreportagen "Looking for Trouble".

11.02.2023 Das literarische Großereignis ist heute der neue Roman von Clemens J. Setz über die Hohlwelttheorie: FR und FAS geben sich berauscht der Zärtlichkeit des Romans hin, die SZ möchte sich nach dem genialen Buch erstmal gründlich waschen, nur die FAZ vermisst Ironie. Außerdem: Die taz erfährt von Michael Thumann, wie sich Putin am Rest der Welt für das Ende der Sowjetunion rächen will. Die Welt schaut mit Julia Schoch auf die Dissonanzen einer Liebesbeziehung. Der Dlf blickt in das spitzbübische Seelenleben von F.C. Delius. Und die FAS amüsiert sich, wenn NoViolet Bulawayo in ihrem neuen Roman Paviane twittern lässt.

10.02.2023 Die taz lernt Bertolt Brecht als belesenes Schlitzohr kennen in dessen Interviews aus den Jahren 1926 bis 1956. Der Dlf erkennt: Wenn der irische Autor Brendan Behan nicht gerade trank, schrieb er wuchtige und wahrhaftige Kurzgeschichten. Dlf Kultur lauscht indes den Sorgen von Robert Walser in dessen "Kleinen Dichtungen". Mit Solvej Balle versucht er einer Zeitschleife zu entfliehen. Die SZ empfiehlt Kinderbücher über Dinosaurier. Und die FAZ erweitert ihren Wortschatz mit der neuen Auflage des Duden.

09.02.2023 Die FAZ birgt zwei Schätze aus Lettland: Besonders empfiehlt sie Zigmunds Skujiņš' großartiges Epos "Das Bett mit dem goldenen Bein" : Ein Vielgenerationenporträt der Letten, meint sie. Mit Milena Michiko Flašar macht sie erstaunliche Begegnungen beim Reinigen von Leichenfundorten. Wie ein dunkler Roman von Erich Kästner erscheint der Zeit Michael Köhlmeiers virtuoser Roman "Frankie". Mit Virginie Despentes begibt sie sich zur Drogenberatungsstelle. Die FR dankt Elisabeth Klar für eine "klasse Vorstellung" mit Mutanten.

08.02.2023 Die SZ hört gern zu, wenn Virginie Despentes ein "liebes Arschloch" treffend bis zur Schmerzgrenze und doch mit Herz über Machtmissbrauch, Feminismus und Freigeisterei wettern lässt. Als "poetisches Naturereignis" würdigt die NZZ den neuen Roman von Clemens J. Setz, der von einer hundert Jahre alten Verschwörungstheorie erzählt. Die FAZ lässt sich von Stephan Krass durch ein Jahrhundert Radiogeschichte führen. Und die taz empfiehlt einen Sammelband mit Aufsätzen zu den Problemen des Antirassismus.

07.02.2023 Als Segen für die Literatur feiert die FR Ulrike Draesner und ihren Roman "Die Verwandten", der deutsch-polnischen Geschichten nachspürt. Als Schriftsteller von Weltrang preist die NZZ Dzevad Karahasan, der auch in seinem neuen Roman "Einübung ins Schweben" Sarajewo und die Freundschaft besingt. Die SZ sucht mit Sara Weber Alternativen zu einer kaputten Arbeitswelt. Der DlfKultur bewundert Raffinesse und Verlässlichkeit in F.C. Delius' Erinnerungen "Darling, it's Dilius!".

06.02.2023 Als Dokument einer Krise liest der DLf Marlene Streeruwitz' Roman "Tage im Mai".Der DlfKultur folgt mit Neugier der Heldin in Milena Michiko Flasars Roman "Oben Erde, unten Himmel", die ausgerechnet im Putztrupp der Polizei ein bisschen Auftrieb findet. Die FAZ liest Krimis, darunter Megan Abbotts Ballettschul-Thriller "Aus der Balance" und Claudia Piñeiros Roman "Kathedralen", der das Grauen vor christlichem Fanatismus lehrt.