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05.11.2021 Die FAZ bewundert die Originalität, mit der die Illustratorin Nora Krug Timothy Snyders Buch "Über Tyrannei" auf eine neue Ebene hebt. Mit Gaston Dorren lernt sie die 20 größten Sprachen besser kennen. Dlf Kultur erfährt bei Wolfgang Schivelbusch, wie aufregend Kultur- und Geistesgeschichte abseits des akademischen Mainstreams sein kann. Und die SZ feiert die Leichtigkeit und das Leben mit neuen Kinderbüchern, etwa von Philip Waechter.

04.11.2021 Die Zeit feiert Laszlo Krasznahorkais Roman "Herscht 07769" als brueghelhaftes Wimmelbild einer Kleinstadt in Thüringen. Mit größtem Vergnügen folgt sie außerdem den Spuren von Gerhard Henschls Helden Martin Schlosser durch Berlin-Kreuzberg in den 90ern. Dlf Kultur empfiehlt Richard Powers' Roman "Erstaunen" mit einer männlichen Greta als Held. Die NZZ liest angeregt Tim Weiners "Macht und Wahn" über den politischen Krieg zwischen den USA und Russland. Die FR kann kaum glauben, dass Frauen Mitte des 20. Jahrhunderts noch behandelt wurden wie Thea Sternheim von ihrem Mann.

03.11.2021 FAZ und SZ vergnügen sich mit Kafkas Strichmännchen: Sensationelle Erzählungen aus einer absurden Welt, meint die FAZ. Dlf beugt sich über einen spät übersetzten Agententhriller von Stefan Heym. Die NZZ erfährt von dem Historiker Richard J. Evans, dass Verschwörungstheorien keine Erfindung des 21. Jahrhunderts sind. Und Dlf Kultur erkennt die Provokation, wenn Tamar Tandaschwili mit der Homophobie und Misogynie der georgischen Gesellschaft abrechnet.

02.11.2021 Der DlfKultur lernt von Robert Macfarlane, die Welt mit den Sinnen anderer Lebewesen wahrzunehmen. Die NZZ erliegt der brodelnden Psychologie, die Marie NDiaye in ihrem subtilen Schauerroman "Die Rache ist mein" entfaltet. Die taz vertieft sich mit F.C. Delius in die Sprachen des Schweigens. Und die FAZ lernt von Richard Girling, wie nah sich Mensch und Tier wirklich sind.

01.11.2021 Der Dlf liest bewegt die Briefe Ilse Aichingers an ihre Zwillingsschwester und an Ingeborg Bachmann. Mit Patricia Highsmith stürzt er sich in die Abgründe der Misanthropie. Der DlfKultur besteht mit Olga Tokarczuk die "Übungen im Fremdsein". Die FAZ liest Kriminalromane, darunter Kaja Malanowskas "Nebeltage".

30.10.2021 Die SZ ist bezaubert von der sensorischen Fülle der Gedichte Ronya Othmanns in "die verbrechen". Die FAZ lässt sich von einem Ilse Aichinger Wörterbuch umgarnen. Für den Weihnachtsbaum empfiehlt sie schon mal David Baddiels "Und die Juden?" als wichtigen Teil des Antirassismus-Diskurses, der den Antisemitismus so oft unter den Tisch fallen lasse. Die taz vertieft sich zwecks Rettung Europas in "Die Visegrád-Connection" von Ireneusz Pawel Karolewski und Claus Leggewie. Dlf Kultur fühlt sich mit Tana Frenchs irischem Krimi "Der Sucher" in einen Western von John Ford versetzt.

29.10.2021 Die SZ kann gar nicht genug kriegen vom Briefwechsel zwischen Gretha und Ernst Jünger. Die FR bewundert noch einmal die ganze Feinheit des Carréschen Könnens in dessen letzem Roman "Silverview". Mit Dagmar von Gersdorffs "Schwiegertochter" stürzt sie sich in die Liebes- und Geistesabenteuer der Ottilie von Goethe. Die FAZ staunt mit Sarah Salomon über Außenseiterkunst abseits der höfischen Akademie. Der Dlf reist mit Susan Taubes "Nach Amerika und zurück im Sarg". Und Dlf Kultur reist derweil mit Bill Hansson in die Parallelwelt der Düfte.

28.10.2021 Patricia Highsmiths Tage- und Notizbücher, die nach ihrem Tod aus einem Wäscheschrank geborgen wurden, haben die Rezensenten in NZZ, Zeit und Dlf Kultur ganz schön aufgescheucht: ekstatisch, aphoristisch und scharf auch sich selbst beobachtend schreibt Highsmith über Liebschaften, Parties, Konflikte mit ihrer Mutter und das Schreiben. Die SZ ist am Boden zerstört nach der Lektüre von Josef H. Reichholfs Buch über die bedrohten Regenwälder. Dlf lernt von René Weiland das Denken.

27.10.2021 Die FAZ freut sich riesig, dass mit Christoph Dallachs "Future Sounds" endlich der Krautrock gebührend gewürdigt wird. Lob gibt's auch für Robert Fleck, der mit "Art" zeitgenössische Kunst auf knappem Raum einem breiten Publikum nahe bringt. Einfach meisterhaft findet die SZ Barbara Honigmanns Texte über das Jüdischsein. Dlf entdeckt allgemein Menschliches in Edgar Selges autofikionalem Roman "Hast du uns endlich gefunden".

26.10.2021 Erhellend und berührend zugleich findet die FAZ den Erlebnisbericht "Nachtschicht in Neukölln" der Polizeioberkommissarin Lana Atakisieva. Beeindruckt liest sie auch Matthias Lohres Roman "Der kühnste Plan seit Menschengedenken" über einen Plan zur Trockenlegung des Mittelmeers. Als Meisterwerk der Geschichtsschreibung rühmt sie zudem Leon Poliakovs "Vom Hass zum Genozid". Voll des Lobes ist der Dlf für Ronya Othmanns Gedichtband "die verbrechen". Und der FR wird es richtig ungemütlich bei Sarah Raichs Jugendroman "All that's left".