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17.11.2021 Olivier Rolin lässt in "Port Sudan" einen alten Maoisten Rückschau halten - ganz ohne Revolutionsromantik, lobt die FAZ. Gern folgt sie auch Bae Suahs Heldin Ayami durch die "Weiße Nacht" von Seoul. Eine Sensation!, ruft die NZZ angesichts der Wahnsinnssprache von Volter Kilpis "Im Saal von Alastalo" von 1933. Die SZ gewinnt eine Reihe einsamer und misstrauischer Bauern lieb in Colin Niels Polar "Nur die Tiere". Dlf Kultur folgt dem verlassenen lyrischen Ich Ulrich Kochs.

16.11.2021 Als Psychogramm eines Kämpfers liest die FR die Erdogan-Biografie von Can Dündar und Mohamed Anwar. Der taz knurrt der Magen beim Lesen von Shigeru Mizukis "Mangaka". Die FAZ lässt sich von Puschkin erzählen, wie dessen Großvater versklavt und an den Hof Peter des Großen verbracht wurde. Mit Bill Hansson wandert sie durch Duftlandschaften.

15.11.2021 Das Glück in Buchform überkommt den Dlf mit den Gesammelten Werken des magischen Realisten Juan Rulfo. Selten ist der FAZ Robert Musil so nahe gegangen wie in der Lesung von Birgit Minichmayr und Peter Simonischek. Der DlfKultur flaniert mit Kirsty Bell durch Berliner Hinterhöfe. Und die SZ blickt mit Friedrich Kießling und Christoph Safferling auf die ehemaligen NS-Kader in der Bundesanwaltschaft.

13.11.2021 Für die taz zieht Ilja Richter mit Arthur Koestler in den "Sklavenkrieg". FAZ und Dlf Kultur lesen mit Interesse zwei popläriwssenschaftliche Neuerscheinungen: David J. Edmonds' "Die Ermordung des Professor Schlick" über den Wiener Kreis und Ernst Peter Fischers und Detlev Gantens Buch über Rudolf Virchow und Hermann von Helmholtz und das Erbe der Charité. Dlf Kultur ruft außerdem mit Elizabeth Strout: "Oh, William".

12.11.2021 SZ, Dlf und Dlf Kultur können gar nicht genug bekommen von der "Sprache der Zärtlichkeit", mit der Edouard Louis seine Mutter beschreibt. Die taz befreit sich derweil mit Simone de Beauvoir aus Rollenzwängen. Die FAZ blickt mit Christiana Figueres und Tom Rivett-Carnac ein bisschen optimistischer auf die Klimakrise. Dlf Kultur bestaunt mit Tim Flach die Pracht der Vogelwelt. Und die NZZ ist nach Daniel Hedingers Studie geschockt über das Tempo, mit dem die italienisch-deutsch-japanische Allianz die Welt in den Krieg führte.

11.11.2021 SZ und Dlf Kultur feiern zum 200. Geburtstag von Dostojewski die lebenssatten Memoiren seiner Frau Anna. Die FAZ lässt sich von Herta Müllers lyrischen Collagen die Sinne schärfen und lernt mit Ai Quing den chinesischen Rilke kennen. Die Zeit lernt Ernst Jünger in seinen Briefen derweil als "bis zur Schäbigkeit egomanen Charakter" kennen. Universalismus und Identitätspolitik müssen sich nicht ausschließen, erfährt sie von Jörg Scheller. Die taz folgt berührt dem kleinen Edgar Selge durch die Fünfziger.

10.11.2021 Die NZZ lässt sich von Arundhati Roy die Finessen der indischen Politik erklären. Die FAZ lobt Bernhard Maiers multiperspektivische Geschichte von "Der Bekehrung der Welt". Dlf empfiehlt Angela Steideles "In Männerkleidern", die Geschichte der Catharina Margaretha Linck, die 1687 wegen Homosexualität zum Tode verurteilt wurde. Die SZ ist hingerissen von Stephan Thomes Roman "Pflaumenregen"der ostasiatischen Geschichte zum Leuchten bringt. Dlf Kultur amüsiert sich mit Jonathan Coes Roman "Mr. Wilder und ich".

09.11.2021 Die SZ jubelt über Ariane Kochs Debütroman "Die Aufdrängung", der ihr zeigt, dass Literatur nicht die Opferpose einnehmen sollte, sondern Polarisierungen überwinden. Berührt verfolgt sie auch, wie Joseph Ponthus in seinen Aufzeichnungen aus der Fabrik gegen die Ausbeutung auf Poesie und Liebe setzt. Der DlfKultur erkundet mit Ulrike Draesner die Steinzeit zwischen Themse und Rhein, immer an der Grenze des Wissens entlang. DlfKultur und NZZ platzieren außerdem Paul McCartneys großformatigen "Lyrics"-Band auf ihrem Coffeetable.

08.11.2021 Die SZ lässt sich von Joachim Wagner in das Netzwerk AfD-naher Richter in Sachsen, Gießen oder Berlin einführen. Die Klimawende konkret erlebt sie mit Bernhard Pötters "Die Grüne Null" und Frank Uekötters "Einfach war gestern." Der Dlf lässt sich Rachel Cusks Künstlerroman "Der andere Ort" gefallen, der auf dem Memoiren der Mäzenin Mabel Dodge beruht. Der DlfKultur streift mit Kafka durch die Prager Cafés und Nachtklubs. Die FR bewundert Ai Weiwei.

06.11.2021 Die FAZ lernt in Paul McCartneys „Lyrics“, dass es für einen Beatles-Hit manchmal nur einen Traum brauchte. Die taz deckt mit dem Historiker Richard J. Evans die Verschwörungstheorien des Dritten Reichs auf. Die Welt staunt über die Tiefe, mit der Christian Dittloff den Tod beider Eltern verarbeitet. Der Dlf wartet gespannt auf die „explosive Ablehnung“, die Marieke Lucas Rijnevelds Roman „Mein kleines Prachttier“ hervorrufen wird. Und Dlf Kultur bewundert die Schärfe, mit der Arundhati Roy in ihren Essays Kritik an der indischen Regierung übt.