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01.10.2021 Die FAZ lernt Funktionsweisen der KI von Gerd Gigerenzer. Die SZ stapft mit dem Norweger Svein Jarvoll über Umwege durch Schnee- und Wüstenlandschaften. Außerdem begrüßt sie Sasha Marianna Salzmann in der Reihe der großen Autorinnen der Gegenwart. Die taz lernt bei Jacqueline Woodson das Lieben und Leiden einer Schwarzen Familie in New York von den 1980ern bis ins Jahr 2001 kennen. Dlf Kultur verdankt Herbert Kapfer eine utopische Vision vom besseren Leben und lässt sich von Ciani-Sophia Hoeder in der Wut auf männliche Machtinteressen bestärken.

30.09.2021 Die Zeit feiert Jonathan Franzens Roman "Crossroads" als großen Roman, der ihr vor Augen führt, wie protestantischer Gottglaube sich seit den Siebziger in die säkularisierten Identitätsdiskurse von heute verwandelte. Die FAZ lässt sich von Najem Walis "Soad und das Militär" ins Ägypten der Siebziger entführen. Die SZ lernt von Daniel Schreiber das Alleinsein und tröstet sich mit Gedichten von Ulrich Koch. dlf Kultur denkt mit Catherine Malabou die Klitoris.

29.09.2021 Die SZ lässt sich von Nadifa Mohamed in die Docks von Cardiff entführen. Eva Menasse ringt der FR große Bewunderung an mit ihrem Roman "Dunkelblum", der auch noch im tiefsten Abgrund des Burgenlandes den Witz erkennt. Die taz lobt noch einmal Matthias Jüglers Roman "Die Verlassenen", der den Rissen in einer DDR-Kindheit nachspürt. Die FAZ weiß zu schätzen, dass sich Maurus Reinkowski in seiner Geschichte der Türkei den Optimismus bewahrt. Und der DlfKultur nimmt bei Steven Pinker einen Crashkurs in Logik.

28.09.2021 Die FAZ schwärmt von Hans-Ulrich Treichels Roman "Schöner denn je" aus dem West-Berlin der achtziger Jahre. Die SZ lobt Abi Darés kunstvolles Debütroman "Das Mädchen mit der lauternen Stimme". Der Dlf lauscht Botho Strauß' poetischem Monolog einer verlassenen Frau. Und der DlfKultur sieht mit der koreanischen Künstlerin Zo-o einem Vögelchen beim Denken zu.

27.09.2021 Der Dlf plädiert mit der italienischen Philosophin Donatella Di Cesare für ein Menschenrecht der Migration. Die SZ reist mit Bartholomäus Grill durch ein Afrika, das weder korrupter Kontinent noch Zukunftslabor ist. Der DlfKultur wappnet sich mit Byung-Chul Han gegen die "Infokratie". Die taz liest Ulf Erdmann Zieglers Roman "Eine andere Epoche" um ein kleines Licht im Berliner Politikbetrieb. Und die FAZ versinkt ganz selbstvergessen in den Tiefen des Ozeans mit einem Wimmelbuch von Michèle Ganser und Michael Stavaric.

25.09.2021 Die SZ preist Stephan Malinowskis Arbeit über "Die
Hohenzollern und die Nazis" als wegweisendes Werk über Kollaboration und
Unverstand. Die taz lernt von Natascha Strobl, dass sich der
Konservatismus vor allem deshalb radikalisiert, weil er gerade so wenig
Bewahrenswertes findet. Der Dlf bekommt den gnadenlosen Takt der Fließbandarbeit zu spüren in Joseph Ponthus' Aufzeichnungen aus der Fischfarbik "Am laufenden Band". Der DlfKultur preist Tsitsi Dangarembgas Simbabwe-Roman "Überleben". Enttäuscht bis verärgert legen SZ und FAZ Colm Toibins naiven Thomas-Mann-Roan "Der Zauberer" zur Seite.

24.09.2021 Die FAZ schmunzelt mit Günther Rühles Erinnerungen über Thomas Bernhards pickeliges Gesicht und Frankfurter Fassbinder-Skandale. Die SZ erliegt dem Reiz von Aleksandar Hemons bizarren Eltern. Außerdem empfiehlt sie Kinder- und Jugendbücher. Die NZZ blickt mit Erich Keller in die kontaminierte Sammlung Bührle. Und Dlf Kultur hat mit Tomasz und Stanislaw Lem „Zoff mit der Gravitation“.

23.09.2021 Die FAZ träumt mit Wilhelm Raabes "Deutscher Mondschein" in den Sylter Dünen von ungelebtem Leben. Bewunderung hegt sie für die waghalsige Erzählkonstruktion von Norbert Gstreins Roman "Der zweite Jakob". Die FR lässt sich von Alina Bronskys reaktionärem Herrn Schmidt um den Finger wickeln. Die SZ empfiehlt Cecile Wajsbrots assoziationsreichen Roman "Nevermore".

22.09.2021 Die FAZ blickt mit Antje Ravic Strubels europäischem Gesellschaftspanorama in die Abgründe der zerstörten Hoffnungen einer jungen Frau aus Tschechien. Die NZZ lernt in Walter Boehlichs Briefen einen Rebellen der deutschen Literatur kennen. Die SZ findet mit Christine Wunnickes schön anarchischem Roman "Selig & Boggs" das Rüstzeug fürs frühe Kino in Wurstfabriken. Die taz gerät derweil ins Träumen mit Guy Delisles Comic über die Arbeit in einer Papierfabrik. Und Dlf Kultur erfährt bei Armin Nassehi, warum die Gesellschaft es nicht mehr schafft, Probleme zu lösen.

21.09.2021 Die FAZ blickt mit Birgit Jochens auf die soziale Geschichte des Essens und lernt, die Pionierinnen des Kochens zu bewundern. Die SZ verteidigt das menschliche Bewusstsein gegen seine neurowissenschaftlichen Sezierer. Der Dlf erkennt mit Armin Nassehi unsere Unfähigkeit, kollektiv zu handeln. Der DlfKultur vergnügt sich mit Jorge Zepeda Pattersons mexikanischem Politthriller "Spiele der Macht".