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17.08.2021 Die FAZ zieht mit Susanne Schröter und "Allahs Karawane" durch die Welt des Islams und lässt sich seine Vielfalt jenseits des Fundamentalismus vor Augen führen. Die SZ erkennt in Lutz Seilers Gedichten "schrift für blinde riesen" fast schon eine Benn'sche Kühnheit. Die NZZ liest neue Bücher zu 50 Jahren Frauenstimmrecht in der Schweiz. Der Dlf rekapituliert mit Ursula Weidenfeld die Wendepunkte der "Kanzlerin". Und die taz lauscht erschüttert den "Stimmen der Hoffnung" aus Belarus.

16.08.2021 Die SZ reist mit Achim Engelberg an die Ränder Europas und mit Michael Hansen in die Lvante. Die FAZ kann auch die Hörbuchfassung von Lizzie Dorons "Who the Fuck is Kafka" nur wärmstens empfehlen. Der DlfKultur schluckt schwer an Ariel Magnus' Roman "Das zweite Leben des Adolf Eichmann". Die NZZ begrüßt die neue Edition von Bogdan Wojdowskis Roman "Brot für die Toten". Und der Dlf preist den Erzählungsband der Frankfurter Thomas-Mann-Ausgabe.

14.08.2021 Nur bewundern kann die Welt, wie virtuos Georg Klein in seinem neuem Roman "Bruder aller Bilder" Medien und Metaphysik verbindet. Die FAZ bekommt in Roberto Andos Roman "Ciros Versteck" den eisernen Griff zu spüren, mit dem die Camorra Neapels Quartiere in der Hand hält. Von Vince Beiser erfährt sie, warum uns der Sand ausgeht. Viel Gespür für emotionale Feinheiten entdeckt die taz in Mary Millers Erzählungen "Always Happy Hour". Auf ein geteiltes Echo stößt Yaa Gyasi bei DlfKultur und Welt mit ihrem Roman "Ein erhabenes Königkeich". Der Dlf empfiehlt dringend Cerstin Gammelins Buch über die Ostdeutschen "Die Unterschätzten".

13.08.2021 Die SZ wird nach der Lektüre von Amanda Lelucs "Entstellt" über Märchen, Behinderung und Teilhabe Märchen nie wieder so lesen wie zuvor. Da greift sie lieber zu neuen Kinderbüchern über Feste, Reisen und Eulen. Die FAZ erfährt von Elna Matamoros alles über die Geschichte des Tanzkostüms. Die taz feiert den Exzess mit Oasis-Entdecker Alan McGee. Und Dlf Kultur verbringt mit Adolf Rudnickis Sommerfrischlergemeinschaft den "Sommer 1938" in Polen.

12.08.2021 Die FAZ schlägt sich mit der Illustratorin Kat Menschik "Durch den wilden Kaukasus", genauer gesagt: durch Swanetien. Große Augen bekommt sie bei Katharina Volckmers Roman "Der Termin" über eine deutsche Frau, die sich in einer Londoner Praxis für ihre Geschlechtsumwandlung einen jüdischen Schwanz wünscht. Die NZZ geht vor Oswald Eggers "Entweder ich habe die Fahrt am Mississippi nur geträumt, oder ich träume jetzt" auf die Knie. Die Zeit taucht mit Herfried Münkler ins Unterbewusstsein des "Trio infernale" Marx, Wagner und Nietzsche.

11.08.2021 Die NZZ freut sich über den gewitzten Nonsens im ersten Roman des österreichischen Dramatikers Ferdinand Schmalz um einen entschlossenen Selbstmörder. Mutig und sehr erwachsen findet der Dlf Dilek Güngörs Roman über "Vater und ich". Die FR begegnet in Ulrich Woelks Roman "Für ein Leben" einigen höchst lebendigen Figuren im Berlin der späten 80er. Die taz begegnet mit Alain Mikhails Biografie des Sultans Selim einer Alternativgeschichte zum Aufstieg des Westens. Die FAZ empfiehlt angeregt Eckart Kröplins detailreiche Geschichte des Musiktheaters in der DDR.

10.08.2021 Ganz verliebt ist die NZZ in den Helden von Jean-Philippe Toussaints Roman "Die Gefühle": einem wirklich aufregenden Brüsseler Bürokraten. Zumindest allen Geimpften empfiehlt die SZ Michael Lichtwarck-Aschoffs brandaktuellen Roman "Robert Kochs Affe". Die Romantik war keine deutsche Affäre, sondern eine europäische, liest die FAZ bei Rüdiger Görner und Stefan Matuschek. Der Dlf vertieft sich mit James Canton in die achthundertjährige "Biografie einer Eiche". Und der DlfKultur bekommt mit Alfred Galls Biografie wieder Lust, Stanislaw Lem zu lesen.

09.08.2021 Die FR badet in der poetischen Energie, die Martina Hefters Gedichtband "In die Wälder gehen, Holz für ein Bett klauen" entströmt. Mit Jubel quittiert die taz Ferdinand Schmalz' beißend-komischen Debütroman "Mein Lieblingstier heißt Winter". Großes Lob geht auch an Alice Botas Report "Die Frauen von Belarus". Freudig hält die NZZ die Respektlosigkeit von Mark Twains Reisereportagen "Unterwegs mit den Arglosen" aus. Als leidenschaftlichen Lokaljournalismus feiert die SZ Martin Debes' Thüringen-Report "Demokratie unter Schock". Und der DlfKultur lässt sich von Fred Vargas die Fakten zum Klimawandel an den Kopf knallen.

07.08.2021 FAZ und SZ empfehlen wärmstens die Lektüre des Sammelbandes "Stimmen der Hoffnung" aus Belarus: ein Kassiber der Hoffnung und Chronik des Bösen. Die Welt liest mit großen Interesse Fabian Bernhardts Kulturgeschichte der Rache. Dlf Kultur annonciert eine neue Bibliothek der Holocaustliteratur im Wallstein Verlag und den ersten dort erschienenen Roman: Bogdan Wojdowskims "Brot für die Toten" über das Warschauer Ghetto. Die FR bespricht Wolfgang Streecks "Zwischen Globalismus und Demokratie".

06.08.2021 Die FAZ lernt von Markus Kleinert, wie sich Verklärung in Philosophie, Kunst und Religion manifestiert. Außerdem erlebt sie einen "Moment der Selbstentfremdung" mit einem bisher unbekannten Text von Sigmund Freud. Die SZ plaudert angeregt mit Christoph Dallach und Krautrock-Pionieren. Die FR lernt von Naomi Klein, weshalb ärmere Menschen eher unter dem Klimawandel leiden. Dlf Kultur gerät mit Doris Knecht und einer internetaffinen Witwe in die Fänge eines Stalkers.