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28.08.2021 Die FAZ taucht mit Silvia Ferrara ein in die Geschichte der Schrift und trocknet mit Natascha Wodin „Nastjas Tränen“. Die FR besucht mit Michael Köhlmeiers Kater Matou Hegel-Seminare. Die SZ tastet sich mit Werner Herzog und dem japanischen Guerillakämpfer Hiroo Onoda durch den Dschungel. Die taz rebelliert mit Angela Lehner in der österreichischen Provinz. Als "Sensation" preist die Welt die Edition des Briefwechsels zwischen Boris Pasternak und Marina Zwetajewa. Und der Dlf lernt bei Jenny Erpenbeck die "existenzielle Verlorenheit" der Generation der Wendejahre kennen.

27.08.2021 Die FAZ hört den Schlachtenlärm der letzten Jahrhunderte mit Margaret MacMillans Universalgeschichte des Krieges. Die SZ flaniert mit Edward Quinns neuaufgelegtem "Riviera Cocktail" noch einmal durch die glamourösen Fünfziger an der Cote d'Azur. Außerdem empfiehlt sie neue Kinderbücher. Der Dlf folgt gebannt den durch die jüngere jüdische Geschichte verletzten Seelen in Lizzie Dorons neuem Roman. Und Dlf Kultur mischt mit Mercerdes Rosendes übergewichtige Ursula aus Urugay die Männerwelt in Montevideo auf und sticht mit Hannes Bahrmann ins argentinische Rattennest.

26.08.2021 Beeindruckt betrachtet die SZ Ann-Christine Woehrls Bildband "Witches in Exil" - die Fotografin porträtiert Frauen, die in Ghana als "Hexen" verfolgt werden. Zeit-Kritikerin Ingeborg Harms reiht sich ein in die Bewunderinnenn Maxim Billers, der mit "Der falsche Gruß" ein brillantes Zeitbild vorlege. Der Deutschlandfunk bewundert, wie Peter Stamm in "Das Archiv der Gefühle" den Lockdown einarbeitet, ohne ihn zu benennen. Die FR empfiehlt Stuart Turtons Schmöker "Der Tod und das dunkle Meer".

25.08.2021 Die FAZ macht mit Colson Whitehead im Harlem der Fünfziger krumme Geschäfte und lauscht angetan Steffen Menschings Prosaminiaturen zur Pandemie und zu Besserwessis. Die NZZ fliegt aus der Kurve, wenn Maxim Biller die Scheinheiligkeit des Berliner Literaturbetriebs aufspießt. Die FR lässt sich von Rüdiger Safranski durch die Galerie der großen Einzelnen und Vereinzeler der Philosophiegeschichte führen. Und der Dlf Kultur erkennt bei Baptiste Bouthier und Heloise Chochois: Ein origineller Comic über 9/11 kann gelingen.

24.08.2021 Der Dlf liest leicht schaudernd Henning Ahrens' Roman "Mitgift" über großmäulige, Frauen verachtende Narzissten. Die NZZ wiegt sich in Peter Stamms Sound der sanften Melancholie. Die SZ möchte doch lieber kein chilenischer Dichter werden, wie sie nach Alejandro Zambras Roman "Fast ein Vater" feststellt. Der DlfKultur lauscht mit Werner Herzog dem Herzschlag des philippinischen Dschungels. Die FAZ erkennt Stefan Austs Talent, zur richtigen Zeit mit den angesagtesten Typen rumzuhängen.

23.08.2021 SZ und DlfKultur schöpfen mit George Packer eine letzte beste Hoffnung für das freie, gerechte und gleiche Amerika. Außerdem emanzipiert sich der DlfKultur mit Wolfgang Streeck von Hyperglobalismus. Die FR empfiehlt, Georg Kleins neuen Roman "Bruder aller Bilder" gleich zweimal zu lesen. Der Dlf tapst mit Michael Köhlmeiers "Matou" auf Samtpfoten durch die Kulturgeschichte. Und die FAZ feiert Jordan Scotts und Sydney Smith' Geschichte "Ich bin wie der Fluss" über einen stotternden Jungen als Wucht von einem Kinderbuch.

21.08.2021 Der Deutschlandfunk entziffert Lutz Seilers "schrift für blinde riesen", Deutschlandfunk Kultur bewundert, wie Birgit Kreipe in "aire" nach Gemälden dichtet. Die FAZ versenkt sich in die Dichtungen der Staufer. Die SZ leidet mit Douglas Stuarts "Sugggie Bain" in schöner Sprache. Und dlf Kultur schnippt die Finger nach Colson Whitehads "Harlem Shuffle".

20.08.2021 FAZ und Dlf Kultur ziehen den Hut vor Horst Bredekamps prächtiger Michelangelo-Monografie. Außerdem lässt sich die FAZ von Herfried Münkler zum Plaudern mit Marx, Wagner und Nietzsche einladen. Die FR bewundert die Beiläufigkeit, mit der Bryan Washington von einer müde gewordenen schwulen Liebe erzählt. Die NZZ taucht mit Philipp Sarasin überwältigt ins Jahr "1977" ein. Die taz folgt mit Fotos von Elisabeth Neudörfl den Spuren der Demonstrationen in Hongkong. Und der Dlf entdeckt eine leidenschaftliche Christa Wolf in drei Bänden mit Reden und Essays.

19.08.2021 FAZ und Zeit empfehlen wärmstens Eva Menasses Roman "Dunkelblum": Vergangenheitsaufarbeitungsthriller und kleinstädtisches Sittenstück in einem. Die NZZ schwelgt in Hans Jürgen Balmes seelenvoller Biografie des Rheins, die FR in 700 Minuten mit Rudi Dutschkes Reden. Die SZ vertieft sich in zwei Bände zu Neuen Materialismen in Soziologie und Literaturtheorie. Die Zeit verbeugt sich vor Horst Bredekamps kolossaler Michelangelo-Biografie.

18.08.2021 FAZ und Dlf Kultur geraten in heftige Turbulenzen mit Herve Le Telliers Roman "Die Anomalie", ein Doppelgänger-Mystery der Extraklasse. Die SZ lässt sich von Blai Bonets "Das Meer" auf einen Zauberberg auf Mallorca versetzen. Die FR erlebt - nicht ganz ohne Hoffnung - mit Yanick Lahens "Sanfte Debakel" auf Haiti. Die taz amüsiert sich mit Yassin Musharbashs Thriller "Russische Botschaften". Und der FAZ wird alles Zahl mit Thomas de Padova.