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26.02.2026 Kurz und knapp auf den Punkt gebracht: Die FAZ empfiehlt wärmstens Abbas Khiders Roman "Der letzte Sommer der Tauben" über das Leben in einem Gottesstaat. Dlf Kultur taucht mit Safia Al Bagdadis "Unser Haus mit Rutsche" in eine
fröhlich-multikulturelle Kindheit ein, in die plötzlich der religiöse
Wahn einbricht, und er saust mit Karl-Markus Gauß hellsichtig und
beschwingt durch Mitteleuropa. In Tomer Gardis Roman "Liefern" begleitet die Zeit mit viel Empathie Essenslieferanten auf der ganzen Welt. Sehr gut besprochen werden außerdem zwei Gedichtbände: Dagmara Kraus' "wille zur mache" (Dlf Kultur) und Renate Schmidgalls "Kein Verlass auf Uhren und Gestirne" (FAZ).

25.02.2026 Die SZ lobt Bernhard Schlinks Essay über Gerechtigkeit in höchsten Tönen. Die FAZ lässt sich von Bühnenverlegerin Ute Nyssen beschwingte Anekdoten aus der Theaterwelt erzählen. Die NZZ gerät mit Judith Hermanns neuem Buch über die SS-Vergangenheit ihres Großvaters in einen "literarischen Taumel", der sie ein bisschen schwindelig zurücklässt. Im erstmalig veröffentlichen Abitur-Aufsatz von Max Frisch entdeckt sie außerdem, wie wertkonservativ der Schriftsteller in jungen Jahren war. Der taz eröffnen sich im Fotoband des Kollektivs femxphotographers.org vielfältige Perspektiven auf die Liebe.

24.02.2026 Die SZ geht mit Son Lewandowskis Roman über eine Spitzensportlerin durch den harten Alltag zwischen "Körperbeherrschung und Selbstauflösung". Die FAZ lässt sich von Philipp Graf über die Ursprünge eines spezifisch ostdeutschen Antisemitismus aufklären. Die taz entdeckt begeistert die Erzählungen des ukrainischen Autors Artem Tschapej. Auch den Roman "Acht Jahreszeiten" der norwegisch-samischen Schriftstellerin Kathrine Nedrejord legt sie uns ans Herz. Dlf kann dank des Londoner Bürgermeisters Sadiq Khan wieder richtig durchatmen.

23.02.2026 Die FAZ lässt sich von Annika Scheffels Roman "Wanda" über ein ausgebüxtes Waisenmädchen und eine Bärin in den Bann schlagen. Von Evelyn De Vlieger lernt sie alles über Hühner-Anatomie, Federn und Hahnenkämpfe. Die FR schwebt auf den Versen von Nasima Sophia Razizadeh in eine himmlische Utopie. Die SZ lässt sich von Volker Perthes "Die Multipolarisierung der Welt" erklären. Dlf wird in den unheimlichen Strudel von Joana Bators Erzählband "Die Flucht der Bärin" hineingezogen.

21.02.2026 Die taz folgt mit Tomer Gardi Essenslieferanten quer über den Globus. Bei Peter Lange liest sie, wie sich von den Nazis Verfolgte im Prager Exil engagierten. Der Dlf lässt sich von Roza Domascyna ins „Wortall“ entführen. Dlf Kultur bewundert, wie respektvoll die Fotografin Inbal Abergil Hinterbliebene von gefallenen Soldaten porträtiert. Die SZ zieht mit Christien Brinkgreve Bilanz einer Ehe. Und die FAS geht hart mit Judith Hermann ins Gericht.

20.02.2026 Die FAZ lässt sich von Ulrike Almut Sandig ins ukrainische Wolnopol wehen und Wut und Kraft schenken. Die FR bewundert, wie Dita Zipfel an der Cote d'Azur Klischees zerlegt. Die SZ gönnt sich mit Robert Menasse ein Pause von der EU. So schreibt man über Klassismus, lobt der Dlf nach der Lektüre von Megan Nolans Roman "Kleine Schwächen". Weltgeschichte, geschrieben mit poetischer Leidenschaft, entdeckt Dlf Kultur in Svenja Leibers Roman "Nelka" über eine junge Zwangsarbeiterin.

19.02.2026 Die Zeit bespricht Judith Hermanns neues Buch eine Woche vor Erscheinen: Ganz glücklich wird sie nicht. Im Gegensatz zur FAZ, die mit Manfred Pfister in die Englische Renaissance eintaucht. Brutal und zärtlich findet die FR Maja Iskras Roman "Uppercut", der sie durch die Straßen Belgrads führt. Die SZ stellt sich mit George Orwell gegen Totalitarismus. Und der Dlf sucht mit Franziska Hörner einen hässlichen Hund.

18.02.2026 Die FAZ lässt sich von Artur Becker ins Land der dreitausend Seen entführen, wo polnische Mythen und rauhe Sitten herrschen. Außerdem lauscht sie dem "kunstvoll verwobenen vielstimmigen Gesang" literarischer Stimmen im neuen Roman von Cecile Wajsbrot. Die FR reist mit dem Fotoband von Gregor Sailer an Stätte künstlicher Lebensmittelproduktion in Marrokko, am Polarkreis, aber auch auf dem Mond. Dlf Kultur lässt sich von der "tiefen Traurigkeit" der kulturkritischen Elegien Benjamin Steins bewegen. Dlf amüsiert sich prächtig, wenn Molly Keanes den anglo-irischen Landadel untergehen lässt.

17.02.2026 Das meist besprochene Buch ist heute Gisèle Pelicots Erinnerungsband "Eine Hymne an das Leben". Die Rezensenten sind stark beeindruckt von ihrem Willen glücklich zu sein und ihrer Weigerung, sich zum Opfer machen zu lassen. Die FR liest Norbert Gstreins Roman "Im ersten Licht" als eindrucksvolles Porträt eines Mitläufers in den beiden Weltkriegen. Die SZ reist mit Kristof Magnusson, einem Dichter und einem Doppelagenten "ans Ende der Geschichte". Der Dlf denkt mit Stefan Nacke darüber nach, wie ein smarter Sozialstaat aussehen könnte.

16.02.2026 Die FAZ ergründet mit der Hörbuch-Version von Safae el Khannoussis Roman "Oroppa" das rätselhafte Verschwinden und Wiederauftauchen einer jüdisch-marokkanischen Künstlerin. Weniger allein fühlt sie sich, wenn bei Liza Muzur 33 Frauen von ihren Problemen erzählen. Die FR amüsiert sich prächtig mit Yevgeniy Breygers Roadtrip durch Deutschland in Versen. Die NZZ ist begeistert, wenn Fleur Jaeggy in einem neuen Essaybändchen die Leben ihrer Schriftstellerkollegen Marcel Schwob, John Keats und Thomas de Quincey schildert. Die SZ kann über Jana Hensels Buch "Es war einmal ein Land" nur den Kopf schütteln.