8042 Bücherschauen - Seite 118 von 805

16.08.2022 Die FAZ lernt etwas widerstrebend vom Ornithologen Richard Prum, dass auch die Schönheit in der Evolution eine Rolle spielt. Außerdem verbringt sie mit J.M.G. Le Clézio Urlaub in der Bretagne. Der DlfKultur erlebt mit Anna Kims "Geschichte eines Kindes" das Dilemma der Identität in den USA. Der Dlf liest zwei Bücher, die an den vor dreißig Jahren begonnenen Bosnienkrieg und das spätere Massaker von Srebrenica erinnern.

15.08.2022 Die taz feiert den britischen Comic-Autor Andi Watson, der in der "Lesereise" kafkaesken Krimi und Literaturbetriebssatire vereint. Der DlfKultur blickt mit Natalie Amiri auf die unbesiegten Verlierer von Afghanistan. Mit Hans-Hermann Klares "Auerbach" verzweifelt er am guten Gewissen der Deutschen. Die FAZ sitzt mit der Sammlung "Prosastimmen" freudig 56 Stunden im Ohrensessel ab.

13.08.2022 Warum ist Wolfgang Pohrt, dessen Analysen in den Siebziger und Achtzigern so scharf waren, heute so unbekannt, fragt die FAS und empfiehlt Klaus Bittermanns große Biografie. Von Houstons East End hält man sich lieber fern, lernt die SZ aus Bryan Washingtons Erzählband "Lot". Die FR begibt sich mit Walerjan Pidmohylnyj in "Die Stadt" Kiew zwischen den Kriegen. Die taz erlebt mit Kristina Gorcheva-Newberrys Roman "Das Leben vor uns" das Ende der Sowjetunion.

12.08.2022 Keine leichte Bettlektüre, aber ein Standardwerk, lobt die FAZ Anne Chengs
"Geschichte des chinesischen Denkens". Die FR liest mit Franziska Gänslers "Ewig Sommer" originelle feministische climate fiction. Die SZ ist hin und weg von Nils Mohls Liebesgeschichte zweier Teenager "Henny & Ponger". Dlf tastet, riecht und hört sich mit Eskandar Abadis Roman "Aus dem Leben eines Blindgängers" durch die iranische Revolution.

11.08.2022 Die FAZ bedauert, dass Ralf Rothmanns Nachkriegs-Trilogie mit dem Band "Die Nacht unterm Schnee" schon zu Ende ist. Empfehlenswert findet sie auch Mikita Frankos Roman "Die Lüge", der vom Heranwachsen im homophoben Russland erzählt. Die FR amüsiert sich in Hernan Diaz' "Treue" mit einem Finanzkapitalisten in New York der 1920er. Dlf Kultur lernt aus Ece Temelkurans "Wille und Würde", wie die Menschheit sich ein würdevolles Überleben sichert.

10.08.2022 Die FAZ staunt, wie James Baldwin in seinen Essays Persönliches zu etwas Exemplarischem verdichtet. In Gerhard Wiechmanns Studie über Nazi-UFOs erfährt sie, wie langlebig Verschwörungstheorien sind. Die SZ macht sich mit Marica Bodrozic auf und folgt Walter Benjamins Spuren über die Pyrenäen. Die NZZ hält der nigerianischen Gesellschaft mit Wole Soyinka den satirischen Spiegel vor. Und Dlf Kultur hinterfragt mit Sharon Dodua Otoo und „Herrn Gröttrup“ sprachliche Konventionen.

09.08.2022 Als "lachphilosophisches Untergangsepos" liest die FAZ Thomas Hürlimanns neuen Roman „Der rote Diamant“. Außerdem empfiehlt sie den von Jan Eckel und Daniel Stahl herausgegebenen Band zur Entwicklung der Menschenrechte. Die FR fragt mit dem Historiker Julius H. Schoeps: Wem gehört Picassos Madame Soler? Die taz verirrt sich mit Jennifer Daniel in höchste Bonner Kreise. Und der Dlf erfährt von Waslat Hasrat-Nazimi, was die Frauen in Afghanistan hinter und vor sich haben.

08.08.2022 Die FR rast mit Hanna Bervoets durch eine toxische Arbeitswelt. Die SZ erfährt von den polnischen Historikern Andrzej Friszke und Antoni Dudek, wie die polnische Gesellschaft das wurde, was sie ist. Der Dlf Kultur lernt mit dem Erfahrungsbericht des Journalisten Matthieu Aikins, was es heißt, auf der Flucht zu sein. Die taz feiert den Band „Eine Stadt wird bunt“ über die Entwicklung von Graffiti in Hamburg zwischen 1980 und 1999. Und der Dlf liest Ralf Rothmanns beklemmend-zarten Roman „Die Nacht unterm Schnee“.

06.08.2022 Für ein technisches Meisterwerk hält die SZ Hernan Diaz’ Geschichte eines Wall-Steet-Milliardärs, aber ein wenig Herzenswärme hätte sie sich gewünscht. Auch die Welt lobt vor allem Diaz’ perfekte Sprache. Die FAZ schöpft dank Mojib Latif Hoffnung, dass wir den Klimawandel doch noch in den Griff bekommen. Die taz begräbt mit Christian Barons ungleichen Helden Aufstiegsträume im Kaiserslautern der Siebziger. Der Dlf Kultur empfängt mit Dirk von Petersdorff „Gewittergäste“ in Brandenburg. Außerdem empfiehlt er zwei Bücher über die Zukunft der Arbeit.

05.08.2022 Andrej Kurkows Roman "Samson und Nadjeschda" handelt von der Einnahme Kiews durch die Bolschewiki im Frühjahr 1919. Durch die Ereignisse ist er für Dlf Kultur unversehens zum aktuellen Text geworden. Für die FAZ bespricht der Historiker Stephan Malinowski Gottfried Paasches Monografie über "Hammersteins Töchter", die Geschichte einer Adelsfamilie in der Nazizeit. Die SZ bewundert allerspäteste Vignetten von Claudio Magris: "Gekrümmte Zeit in Krems".