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27.11.2021 FR-Rezensent Björn Hayer hat einen Gedichtband gefunden, der ihm gerade auch in einsamen Pandemiezeiten Trost spendet, Albert Ostermaiers "Teer". Die SZ findet nach der Lektüre von Ai Weiweis "1000 Jahre Freud und Leid", dass dem Künstler vielfach Unrecht angetan wurde, auch von den Kritikern. Die FAZ liest mit Schrecken Annie Ernaux' eindringliches Buch "Das Ereignis" über eine Abtreibung in jungen Jahren. Die taz bespricht Bücher gegen Rassismus.

26.11.2021 Die FAZ blättert angetan in Friederike Kitschens Geschichte der Entstehung der Kunstmonografien und labt sich am Wissensschatz von Wolfgang Schivelbusch. Die taz taucht mit Mania D., Malaria! und Matador ab in die Westberliner Kunstszene der Siebziger. Dlf schaut mit Gine Cornelia Pedersen dem Werden eines Ichs unter Volldampf zu. Und Dlf Kultur zieht mit Gisela von Wysocki Denklinien von der Dietrich zu Bach und Adorno.

25.11.2021 Die FAZ verbringt mit dem Japankenner Christoph Peters „Tage in Tokio“ und staunt, wie selbstverständlich Bryan Washington von Rassismus, Homophobie und Angst im Leben eines schwulen Paares erzählt. Zeit und NZZ erliegen der Sogkraft von Edouard Louis’ Porträt seiner Mutter. Die SZ analysiert mit Ulrich von Loyen die „Literatur der Mafia“. Und Dlf Kultur empfiehlt Tom Buk-Swientys Biografie über Tania Blixen.

24.11.2021 Die FAZ sticht mit David Abulafias kenntnisreicher Geschichte der Ozeane in See. In Dmitri Schostakowitschs Briefen an Iwan Sollertinski gewinnt sie keinen neuen Freund. Die FR durchleuchtet mit Olga Tokarczuk die imaginativen Räume der Literatur. Die NZZ freut sich, dass Thomas von Steinaecker sein Werk über gescheiterte Kunstwerke vollendet hat. Der Dlf warnt vor der Härte von Roxane Gays „Schwierigen Frauen“, der Dlf Kultur vor der Gnadenlosigkeit von Rachel Cusk.

23.11.2021 Die taz seziert mit Ruth Klüger frauenfeindliche Stereotype in der deutschen Nachkriegsliteratur. Der Dlf schöpft mit Golineh Atai Hoffnung für den Iran. Die FAZ folgt nur widerstrebend dem Mittelschichtszögling Gabriel Krauze auf Raubzug durch die armen Viertel von London. Sandro Veronesis "Kolibri" verzeiht sie dagegen die Spuren von Kitsch angesichts seiner eleganten Erzählkunst. Der DlfKultur frönt Hervé Guibert der exzessiven Sexualität.

22.11.2021 Die NZZ erlebt in Klaus Pohls Roman "Sein oder Nichtsein", wie komisch und inspierend alte weiße Männer sein können. Außerdem schöpft sie mit Johannes Krause aller "Hybris" zum Trotz Hoffnung für den Menschheit. Der DlfKultur liest mit Freude Pier Paolo Pasolinis späte Gedichte "Nach meinem Tod zu veröffentlichen". Die Wut in Ziad Majeds Essay "Syriens verwaiste Revolution" kann er nur zu gut verstehen. Und die FAZ träumt mit Nora von der Jagd nach dem großen Bären.

20.11.2021 Der Dlf gewöhnt sich mit Edouard Glissant das kontinentale Denken in Beton ab. Als Einstieg in das revolutionäre Denken Frantz Fanons kann die FAZ die Comic-Biografie von Frederic Ciriez und Romain Lamy empfehlen. Die SZ feiert Alex Schulmans dunklen Familienroman "Die Überlebenden". Die taz lässt sich von Gisele Halimi "Seid unbeugsam!" nicht zweimal sagen. Außerdem freut sie sich über die Neuauflage von Octavia Butlers afrofuturistischem Science-Fiction-Roman "Wilde Saat".

19.11.2021 Die SZ annonciert mit den kommentierten Mitschriften zum Halle-Prozess ein wertvolles Zeitdokument. Außerdem empfiehlt sie Kindersachbücher über Frauen, Krähen und Kulinarik. Alarmiert hört sie zudem zu, wenn Rutger Bregman erzählt, was passiert, wenn das Wasser kommt. Die FAZ schaut sich mit Kevin Krautgartner das Wasser lieber aus der Vogelperspektive an. Die FR bewundert Kafkas Zeichnungen. Und Dlf Kultur ermittelt mit Carlo Lucarelli im letzten Kriegswinter in Bologna.

18.11.2021 Clemens Meyer überzeugt die
FAZ als
angry young man mit seinem Erzählband "Stäube". Die
FR badet mit
Mary Lawson "Im letzten Licht des Herbstes".
Dlf durchstreift mit
Pierre Lotis "Ramuntcho" ein atemberaubend schönes
Baskenland. Die
NZZ zieht sich mit
Michael Krügers Erzählgedichten zurück in den Wald,
ins Holzhaus.
Dlf Kultur empfiehlt wärmstens
Elisabeth Edls Neuübersetzung von
Flauberts erstem Roman, den "Memoiren eines Irren". Unsere Notizen zur heute erschienenen
Literaturbeilage der
Zeit finden Sie hier.

17.11.2021 Olivier Rolin lässt in "Port Sudan" einen alten Maoisten Rückschau halten - ganz ohne Revolutionsromantik, lobt die FAZ. Gern folgt sie auch Bae Suahs Heldin Ayami durch die "Weiße Nacht" von Seoul. Eine Sensation!, ruft die NZZ angesichts der Wahnsinnssprache von Volter Kilpis "Im Saal von Alastalo" von 1933. Die SZ gewinnt eine Reihe einsamer und misstrauischer Bauern lieb in Colin Niels Polar "Nur die Tiere". Dlf Kultur folgt dem verlassenen lyrischen Ich Ulrich Kochs.