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09.09.2021 Die Zeit erfreut sich an den charakteristisch melodiösen Sätzen Georg Kleins, der ihr als einer der bedeutendsten deutschen Gegenwartsautoren gilt. Die FAZ lernt mit Sebastian Guhrs Roman über "Mr. Lincoln & Mr. Thoreau" die beiden als junge Käuze kennen. SZ und FAZ tauchen mit Sven Regeners "Glitterschnitter" erneut ein ins Berlin der 80er Jahre. In ein eher unbekanntes Berlin tauchen FR und SZ mit "Nastjas Tränen" von Natascha Wodin. Inspirierend findet die SZ außerdem Gaspard Koenigs Buch über Künstliche Intelligenz, "Das Ende des Individuums".

08.09.2021 Die FAZ lässt sich von Hwang Sok-yong in eine gänzlich unvertraute "Vertraute Welt" ziehen - zu den Randexistenzen auf eine Müllkippe im Korea der 70er Jahre. Die SZ vertieft sich in Eva Maria Leuenbergers Essay "kyung" über die 1982 in New York ermordete koreanisch-amerikanische Dichterin und Künstlerin Theresa Hak Kyung Cha. Außerdem liest sie mit großem Interesse die Reportagen Stig Dagermans aus dem kriegszerstörten Deutschland 1946 und gibt sich erhellender Meta-Lektüre hin mit Marcus Steinwegs "Quantenphilosophie".

07.09.2021 Erschüttert liest die FAZ Michael Buselmeiers Buch über die Demenzerkrankung seiner Frau. Von Rüdiger Safranski erfährt sie viel über den gesteigerten Selbstbezug unserer Zeit. Der DlfKultur durchlebt nach zwanzig Jahren noch einmal mit Ellis Averys "Die Tage des Rauchs". Die NZZ kapituliert freudig vor der Nichtnacherzählbarkeit von Georg Kleins Roman "Bruder aller Bilder". Und die SZ rühmt noch einmal Horst Bredekamps unkonventioneller Michelangelo-Biografie.

06.09.2021 Wenn Susanne Saygins Immobilienthriller "Crash" nicht so intelligent wäre, glaubt die FAZ, könnte er glatt ein Bestseller werden. Die taz weiß den Humor zu schätzen, den Alejandro Zambra in seinem Chile-Roman "Fast ein Vater" aufbringt. Der Dlf begrüßt die Neuauflage von Nella Larsens hochaktuellem Roman "Seitenwechsel" von 1929. Und der DlfKultur wappnet sich mit Katharina Wesselmann für die Frauenfiguren in antiken Mythen.

04.09.2021 Zum Abschied verschwindet die"Literarische Welt" in Kafkas Welt der Kaffeehäuser und Nachtlokale. Überhaupt Prag: In der NZZ feiert Alena Wagnerova zwei Neuübersetzungen des tschechischen Nationaldichters Karel Hynek Mácha
. FAZ und SZ lauschen unterdessen der aparten Geschwätzigkeit Sally Rooneys, die in ihrem neuen Roman fragt: "Schöne Welt, wo bist du". Und in der FAZ feiert Hans Christoph Buch Uwe Wittstrocks düsteres Protokoll des "Februars 33".

03.09.2021 Die FAZ empfiehlt die Wiederentdeckung Friedrich Karl Forbergs, eines Klassikers des Atheismus und der radikalen Aufklärung. Die SZ legt ihren Slim-Fit-Anzug an und erforscht mit einem Sachbuch und einem Roman das Regime des Sebastian Kurz. Die FR hat mit Christoffer Carlssons "Unter dem Sturm" einen Schwedenkrimi ohne grotesk zugerichtete Frauenleichen und dafür mit Reflexionen und Emotionen gefunden. Dlf Kultur empfiehlt den finsteren, aber faszinierenden Roman "Paradais" der mexikanischen Autorin Fernanda Melchor.

02.09.2021 Die FAZ stöbert unter einem Feigenbaum durch einen Band mit Erzählungen aus Georgien und Abchasien. Großes Lob auch für Ling Mas Kapitalismussatire "New York Ghost". Die NZZ grübelt mit George Packer
über "Die letzte beste Hoffnung" der USA nach. Dlf empfiehlt den Roman "Überleben" der simbabwischen Autorin und designierten Friedenspreisträgerin Tsitsi Dangarembga. SZ und Zeit lassen sich von Angelika Klüssendorf und einem ermordeten Ehemann durch die Wende in einem ostdeutschen Dorf führen.

01.09.2021 Die NZZ nimmt mit Hervé Le Tellier den Flug 006 von Paris nach New York und lässt sich von der dann eintretenden "Anomalie" oulipoetisch amüsieren. Ebenfalls die NZZ übt mit Rüdiger Safranski und einigen seiner Protagonisten von Pico della Mirandola bis Hannah Arendt "Einzeln sein". Und die FAZ lernt "Mathematik für die Platonlektüre".

31.08.2021 Der DlfKultur verfällt mit Eliot Weinberger der poetischen Anziehungskraft der Sterne. FAZ und SZ preisen den Romantiker und schreibenden Arbeiter Wolfgang Hilbig, dessen Werkausausgabe der Fischer Verlag mit einem Essayband abschließt. Sensible Momente entdeckt die FAZ in Tatiana Tibuleacs Roman "Der Sommer, als Mutter grüne Augen hatte". Wie die Suche nach sich selbst in der Sackgasse endet, erlebt die NZZ mit Caleb Azumah Nelsona Roman "Freischwimmen".

30.08.2021 Verstörend findet die FR, dass Jenny Erpenbecks "Kairos" nicht auf der Longlist für den Buchpreis steht: Sie findet den Roman zum Untergang der DDR hart, scharf und groß. Freudig lässt sie sich auch von Martin Hedberg über extreme Wetterlagen belehren. Brillant findet die NZZ auch Sjòns isländische Romantrilogie "CoDex 1962". Der Dlf liest beglückt Gabriele Tergits Berliner Zeitroman "So war's eben" von 1956, der jetzt erstmals aus den Nachlass veröffentlicht wird. Sehr erhellend findet er auch Umberto Ecos Essays über die Macht von Verschörungstheorien.