8048 Bücherschauen - Seite 155 von 805

10.06.2021 Großes Lob in der Zeit für Fatima Daas‘ Debütroman „Die jüngste Tochter“, der vom Leben in der Pariser Banlieue, Islam, Herkunft und verheimlichter Homosexualität erzählt. Die FAZ steht ganz im Bann der meisterhaften "Mystery Stories" von Joyce Carol Oates. Die FR bahnt sich einen Weg durch das Universum Nick Caves mit dessen Notizbuch „Stranger Than Kindness“. Dass der Wert von Notizzetteln überhaupt einmal richtig gewürdigt wird, rechnet die NZZ dem Medienwissenschaftler Hektor Haarkötter hoch an.

09.06.2021 Die FAZ lässt sich von Urs Niggli erklären, wie eine moderne Landwirtschaft aussehen könnte, die alle satt macht. Die NZZ lässt sich von Bill Gates erklären, wie wir die Klimakatastrophe verhindern. Die SZ lässt sich vom Fotografen Edward Burtynsky ins kanadische Dickicht führen. Die FR lässt sich überwältigen vom Zorn, mit dem Friedrich Ani in "Letzte Ehre" über männliche Gewalttätigkeit und Frauenhass schreibt. Und der Dichter Arne Rautenberg lässt auf die taz Blutregen vom Himmel fallen .

08.06.2021 Als intellektuellen Bildungsroman liest der DlfKultur Ta-Nehisi Coates' Erinnerungen an seine HipHop-Jugend in Baltimore "The Beautiful Struggle". Die SZ lauscht hingerissen dem Heinrich-Heine-Hörbuch "Matratzengruft". Die FAZ erkundet mit Birgit Aschmann das emotionale Regime der katalanischen Unabhängigkeit. Die NZZ empfiehlt Christoph Wagners Interview-Band "Geistertöne", der die Avantgarde der modernen Musik versammelt.

07.06.2021 Die taz empfiehlt den Essayband "Kino unter Druck", in dem Lisa Gotto und Dominik Graf der Sinnlichkeit des osteuropäischen Kinos nachspüren. Der Dlf liest Keith Gessens Roman "Ein schreckliches Land" mit Begeisterung, aber auch als Plädoyer für neuen Blick auf Russland. Der DlfKultur feiert mit "Country Place" einen weiteren Roman der erst jetzt entdeckten Autorin Ann Petry. Und die FAZ bespricht Krimis, darunter Colin Niels im Zentralmassiv angesiedelten Roman "Nur die Tiere".

05.06.2021 Ob er nun über unerwünschte Besucher, Literaturpreise oder Nazis schimpft - Hermann Hesses Briefe aus den Jahren 1940-46 sind immer pointiert formuliert, staunt die FAZ. Die NZZ erkennt die romantische Note in Tarjei Vesaas' Roman "Die Vögel" über einen Narren in einem norwegischen Dorf. Die SZ empfiehlt Dževad Karahasans "Tagebuch der Übersiedlung" als wichtigen Teil des Bildes, das sich das
kulturelle Gedächtnis von der Belagerung Sarajevos gemacht hat. Die taz liest gebannt Duncan Hannahs Tagebuch aus den wilden Siebzigern in New York.

04.06.2021 Die FAZ rät zur Lektüre ausgewählter Texte von Georg Lukacs, um für den Streit um politisch korrekte Sprache gerüstet zu sein. Mit Roberto Alajmo schält sie die Zwiebel Palermo. Die SZ lernt mit dem Schweden Steve Sem-Sandberg den realen Woyzeck kennen. Außerdem bespricht sie Kinder- und Jugendbücher und empfiehlt besonders Juha Virtas und Marika Maijalas verschwundenes Piano, in dem eine Mischpoke musikalischer Tiere den Zauber der Musik entdeckt. Die NZZ blickt mit Luuk van Middelaar auf die Folgen von Corona für die EU. Und Dlf Kultur stapft mit Johannes Groschupf durch Stasi-Mief und braunen Sumpf im post-pandemischen Berlin.

03.06.2021 Die taz lässt sich von Dieter Henrichs Gesprächen mit Matthias Bormuth und Ulrich von Bülow „Ins Denken ziehen“. Der Dlf lässt sich interessiert von der Schriftstellerin Zoe Beck auf hundert Seiten „Depressionen“ erklären. Dlf Kultur geht mit Peter Burkes Universalgelehrten auf eine aufregende Abenteuerreise durch die Wissensgeschichte. Außerdem bewundert er die Poesie und Spiritualität von Zeruya Shalevs Roman „Schicksal“.

02.06.2021 FAZ, SZ und Zeit lesen noch einmal die Essays Monika Marons und gratulieren einer der elegantesten und wichtigsten deutschen Autorinnen zum Achtzigsten. Dlf Kultur empfiehlt mit "Derborence" von Charles Ferdinand Ramuz einen Klassiker der Schweizer Literatur. Die taz empfiehlt Miguelanxo Prados Graphic Novel "Die Lethargie" als Satire auf die dekadente spanische Gegenwartsgesellschaft. Die FR stürzt sich mit David Peaces Krimi "Tokio, neue Stadt" in ein historisches Verbrechen.

01.06.2021 In der SZ lernt Felicitas Hoppe von Gerd Krumeich, die schlagfertige Schlichtheit der Jeanne d'Arc zu bewundern. Als Feier der Hartnäckigkeit liest sie die Comic-Biografie zu Beate und Serge Klarsfeld. Der Dlf spürte Tragik und Energie in Barbara Frischmuths Ezählungen "Dein Schatten tanzt in der Küche". Der DlfKultur informiert sich bei Eckhart Nickel, wie man mit Nonchalance reist. Und die FAZ lernt von Lothar Frenz, warum Biodiversität auch Parasiten umfassen muss.

31.05.2021 Dem Dlf gewährt Rahel Varnhagens "Briefwechsel mit Jugendfreundinnen" bemerkenswerte Einblicke in weibliche Lebenswelten. Die FR vergnügt sich in Niedersachsen mit Lisa Krusches Debüt "Unsere anarchistischen Herzen". Die FAZ nimmt erleichtert auf, dass mit Thomas Unnerstall mal ein Autor die ökologische Krise entdramatisiert. Und die NZZ erkundet mit dem Psychoanalytiker Peter Widmer das Böse im Guten und den Täter im Opfer.