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05.05.2023 Die FAZ erkundet mit der Paläoanthropologin Ella Al-Shamahi die Ursprünge des Handschlags. Die FR entflieht mit Ralf Rothmanns "Theorie des Regens" der Realität. Wie ein "Intrigenstadl" erscheint der Welt bei Katja Hoyer der Machtapparat der DDR. Die SZ fasst mit Sasa Stanisics "Wolf" den Mut, anders zu sein. Und der Dlf stürzt mit Jules Vallès' Jacques Vingtras ins Chaos der Revolution.

04.05.2023 Die FAZ taucht mit Ha Jin begeistert ein in das Leben eines verbannten Unsterblichen und Meisters der Gelage: des Tang-Dichters Li Bai. Die FR liest in Buchi Emechetas Roman "Second-Class Citizen", wie es einer Nigerianerin im London der 1960er Jahre erging. Die Zeit folgt interessiert der Lebensgeschichte der Kommunistin Hertha Gordon-Walcher. Der Dlf liest zwei Bücher zu Einwanderung: Mariusz Hoffmanns "Polnischer Abgang" und Artur Weigandts "Die Verräter", die ursprünglich aus Kasachstan kamen.

03.05.2023 Die FAZ erkundet mit Sara Johnsons "Dancing Boy" die Freiheiten eines Bordells in einem links-grün-totalitär regierten Norwegen. Ein begeisterter Dlf empfiehlt Markus Orths' so intelligenten wie unterhaltsamen Roman "Mary und Claire" über die Shelley-Schwestern. Ein dickes Lob geht außerdem an Stefan Györkes geistreiche Gesellschaftskomödie "Die Mütter", die Emanzipation von ihrer chinesischen Nanny gelernt haben.

02.05.2023 Die SZ folgt gebannt der grotesken Nahost-Fantasie, die Abtisam Azems in ihrem "Buch vom Verschwinden" durchspielt. Mit Olga Tokarczuk geht sie in einem schlesischen Sanatorium auf Geisterjagd. Die NZZ lernt von Teju Cole, Kunst und Architektur physisch zu erleben. Die Welt fühlt sich wie bei Star Trek, wenn Arik Kershenbaum das Leben hinter Alpha Centauri ausmalt. Die FAZ blickt mit Michel Sterner optimistisch in die nicht-fossile Zukunft. Von gescheiterten Utopien liest sie in Yasmin Sibais Krimi "Punked".

29.04.2023 Die FAZ liest Marta Kijowskas Biografie über die polnische Literaturnobelpreisträgerin Wisława Szymborska wie ein Gedicht. Von Gabriel Zuchtriegel lässt sie sich nach Pompeji einladen. Die FR empfiehlt einen Band mit Essays und Reportagen aus der ukrainischen Gegenwart. In Blake Baileys glänzender Philip-Roth-Biografie erfährt sie: Nach Roth konnte man die Uhr stellen. Die taz lernt dank Erhard Stackl mit Hans Becker einen der schillerndsten" Akteure im Kampf gegen die Nationalsozialisten kennen.

28.04.2023 Die NZZ möchte Christina Viraghs Roman über drei Grabräuber im Italien der achtziger Jahre gar nicht mehr aus der Hand legen. Die FAZ bewundert die Schönheit mathematischer Tafelbilder auf Fotografien von Jessica Wynne. Eine erstaunliche Entdeckung macht sie im "Garten des Cyrus" von Thomas Browne. Und die NZZ empfiehlt noch einmal nachdrücklich Toni Morrisons Erzählung "Rezitativ".

27.04.2023 Zeit und NZZ reichen hymnische Besprechungen für Dincer Gücyeters für den Buchpreis nominierten Roman "Unser Deutschlandmärchen" nach: Die NZZ liest einen Mix aus Märchen und Rebellion, die Zeit bewundert die expressionistisch-bebende Lyrik. Mit angehaltenem Atem liest die NZZ auch Lana Bastašics Erzählungen über Kinder in Gewaltspiralen. Die SZ streift mit Robert Seethaler durchs Wien der Siebziger und findet Lust am Scheitern.

26.04.2023 Die FAZ verliebt sich in Katharina Mevissens "Mutter", die im Alter nochmal richtig aufdreht. Außerdem staunt sie, wie unsentimental Grit Krüger in "Tunnel" die verschiedenen Facetten von Armut beschreibt. Die SZ liest vor Beobachtungslust funkelnde Essays von Mary Hunter Austin. Die NZZ bewundert das "seelenvollems Verströmen" in den endlich auf Deutsch erschienenen Texten von Etty Hillesum. Und die FR empfiehlt Gunter Hofmanns Willy-Brandt-Biografie.

25.04.2023 Die FAZ lernt von Frank Vorpahl, wieviel Captain Cook seinen polynesischen Führern verdankte. Aufgewühlt folgt sie zudem Leonardo Sciascias literarisch-kriminalistischen Spurensuche in der "Affaire Moro". In der NZZ preist Jan Koneffke Norman Maneas großen existenziellen Roman "Der Schatten im Exil". Die taz bewundert Ulrike Draesner. Die SZ sucht Rat bei Erich Kästner. Witz und Pathos findet der Dlf in Jon Kalman Stefanssons Roman "Dein Fortsein ist Finsternis".

24.04.2023 Die SZ liest mit Erschütterung, was David Kertzer in den vatikanischen Archiven über den "Papst der schwieg" zutage förderte. Danach versinkt sie in John Irvings Tausendseiter "Der letzte Sessellift". Unvulkanischen Witz entdeckt die FR in Eugen Ruges Roman "Pompeji". Die FAZ bespricht Kinder- und Jugendbücher, darunter die Geschichte dreier Ziegenböcke und David Blums Plattenbau-Roman "Kollektorgang"