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29.04.2025 In der NZZ nimmt der Historiker Ernst Piper kleinere Korrekturen in Wolfgang Benz' Buch über das Exil zwischen 1933 und 1945 vor, kann es dann aber überzeugt empfehlen. Auch wenn Graham Swift über Menschen im Krieg erzählt, erweist er sich als großer Gegenwartsseismograph, lobt die NZZ außerdem. Die FAZ lässt sich von Gary J. Bass über die Kriegsverbrecherprozesse in Tokio aufklären und empfiehlt Bücher von und über Bruce Springsteen. Bewegt liest der Dlf, wie ihm Yannic Han Biao Federer vom Tod seines Kindes im Mutterleib erzählt.

28.04.2025 Sehr eindruckt berichtet die NZZ über eine Reportage Taina Tervonens, die erzählt, wie bis heute Leichen des Kriegs in Bosnien-Herzegowina exhumiert und zugeordnet werden. Die SZ befasst sich mit den Abgründen der frühen Bundesrepublik und ihres Recycling alter Nazis. Die Welt teilt die Auffassung Peter Longerichs über die "Unwillige Volksgenossen" nicht. Der Dlf lässt sich von Philipp Lepenies über das "Werden und Vergehen der Demokratie" informieren.

26.04.2025 FR und FAZ werfen mit dem Historiker Wolfgang Niess einen neuen Blick auf die Rolle Hindenburgs im Schicksalsjahr 1925. Die taz wechselt die Perspektive mit Maria Ospina Pizano, die ihr aus Sicht eines Stachelschweinweibchens und eines Scharlachkardinals erzählt. Außerdem empfiehlt sie einen sorgsam illustrierten Band mit unbekannten Erzählungen von Anne Frank. Der Dlf durchquert mit Jiri Hajicek die dörfliche Lebenswelt in der spätsozialistischen Tschechoslowakei.

25.04.2025 Die FAZ lernt mit Oren Kessler in "Palästina 1936" die Vorgeschichte des Nahost-Konflikts kennen. Mit Arnfrid Schenk und Stefan Schnell schaut sie in einen Atlas vom Aussterben bedrohter Sprachen. Die FR wird mitgerissen vom rauen Erzählton der Gayl Jones, die ihr in "Evas Mann" von einer Frau erzählt, die sich an Männern rächt. Die taz erfährt in einem neuen Band, wie der Hamburger Punk Kid P. den deutschen Pop-Journalismus erfand. Und der Dlf Kultur blickt mit Sigrid Boo ins Leben eines Dienstmächens im Oslo der 1930er Jahre.

24.04.2025 Als den großen Roman zum Krieg gegen die Ukraine würdigt die Zeit Szczepan Twardochs "Die Nulllinie", der vom Leben an der Front erzählt. Die FAZ blickt mit dem palästinensischen Schriftsteller Atef Abu Saif in die Gesellschaft Gazas. Mit Ásta Sigurdardóttirs Erzählungen über isländische Frauen lauscht sie Regentropfen, die "wie dem Tode geweihte Nachtfalter" auf die Erde trudeln. Die NZZ amüsiert sich, wenn Nora Osagiobare in "Daily Soap" den Rassimus in der Schweiz aufs Korn nimmt. Und Dlf Kultur verbringt mit Frank Göhre und dem Surrealisten Raymond Roussel eine mörderische Nacht in Palermo.

23.04.2025 Die FAZ taucht mit der Mediävistin Racha Kirakosian in die Geschichte der Ekstase. Mit dem Argentinier Patricio Pron denkt sie über Dimensionen des Verschwindens nach. Die FR entkräftet mit Stephan Lehnstaedts Buch über jüdischen Widerstand den "Mythos der Passivität". Die taz wird von Gerhard Paul derweil an das absurde Ende des "Dritten Reiches" erinnert. Außerdem lässt sie sich mitreißen von der orgiastischen "Demokratiekunst" der Sissi Tax.

22.04.2025 Unbedingt empfiehlt die SZ die Lektüre von Rachel Kushners neuem Roman, der eine Agentin in eine französische Ökokommune einschleust. Von Wolfgang Niess lässt sie sich Hindenburgs Rolle am Scheitern der Weimarer Republik darlegen. Die taz bewundert, wie Francois Warzala Philip Kerrs harte Berlin-Trilogie in dezente Bilder bannt. Die FR kann gar nicht genug von den Referaten bekommen, die Bibi Dumon Tak Tiere über Tiere halten lässt. Von Bernhard Malkmus erfährt sie, was das Leben der Vögel mit dem Überleben der Menschen zu tun hat.

19.04.2025 Die taz liest bewegt Victoria Amelinas Dokumentation russischer Kriegsverbrechen in der Ukraine. Von Hartmut Lehmann erfährt sie, was wir aus Apokalypsen lernen können. Die FR lauscht den Nachtigallen und Schwalben, die in Gedichten von Esther Kinsky von Gewalt an Frauen erzählen. Die NZZ geht mit einer neuen Rolf Dieter Brinkmann-Biografie in ein anderes Blau. Als Meisterwerk würdigt Dlf Kultur Tan Twan Engs Roman „Das Haus der Türen“, der William Somerset Maugham durch das von Kolonialismus geprägte Malaysia reisen lässt. Und der Perlentaucher wünscht allen Leserinnen und Lesern frohe Ostern!

17.04.2025 Dlf Kultur bewundert die Kraft, mit der Hervé Le Tellier in seinem neuen Roman von dem weitgehend unbekannten Résistance-Kämpfer André Chaix erzählt. Den wohl besten Roman des Frühjahrs liest der Dlf hingegen mit Tarjei Vesaas’ Kammerspiel „Frühlingsnacht“. Von Svealena Kutschke lässt er sich hundert Jahre Psychiatriegeschichte erzählen. Einen gelungenen Mix aus Freud und Kafka entdeckt die NZZ in Gesa Olkusz' neuem Roman „Die Sprache meines Bruders“. Und die FAZ lauscht angetan Herbert Grönemeyers Münchner Rede zur Poesie.

16.04.2025 Die Zeit kauft sich ein Retromotorrad und fährt mit Ulf Erdmann Zieglers Helden Aldus Wieland Mumme vor einer Lebenskrise davon. Die FAZ schwärmt von der "Leichthändigkeit und Grandezza", die Anne Tyler auch in ihrem neuen Roman "Drei Tage im Juni" beweist. Die FR lobt Jörg Baberowskis Buch über den Zerfall des russischen Zarenreichs im Revolutionsjahr 1917. Dlf Kultur setzt sich mit Sara Mesa gegen den Kontrollwahn eines Familienvaters zur Wehr. Und Dlf planscht mit Clemens J. Setz' "Mopsfisch" im Meer.