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12.07.2022 Luz hat Virginie Despentes' Kultroman "Vernon Subutex" illustiert, und zwar so wild und rasant wie ein Gedicht von Rimbaud, jubelt die NZZ berauscht. Der DlfKultur probt mit Carl-Christian Elzes "Freudenberg" den Identitätstausch an der polnischen Otseeküste. Die taz freut sich über eine Werkübersicht zu den Berliner Architekten Inken und Hinrich Baller. Die FAZ feiert Sabine Doerings Biografie des jungen Hölderlin. Tapfer schluckt der Dlf die unbequemen Wahrheiten, die ihr Josef H. Reichholf in "Waldnatur" präsentiert.

11.07.2022 Sehr aufschlussreich findet der DlfKultur, wie Frank Uekötter in "Atomare Demokratie" die Geschichte von Atomenergie und bundesdeutscher Demokratie verbindet. Der Dlf entdeckt die überraschende Aktualität von Martin Heidegger in "Bauen Wohnen Denken". Lesenswert findet die FAZ David de Jongs Recherche zur braunen Vergangenheit deutscher Großkonzerne.

09.07.2022 FAZ, SZ, taz und Welt freuen sich über zwei Gedichtbände zum Neunzigsten von Jürgen Becker: Die FAZ verfällt der „sachlichen Melancholie“ in den „Gesammelten Gedichten“, die SZ verdankt den „Journalgedichten“ Augenblickseindrücke aus der BRD. Die FAZ empfiehlt zudem Bernd Brunners schöne Kulturgeschichte des Obstanbaus. Die taz lauscht den Stimmen schwarzer, queerer Frauen, die Saidiya Hartman im Band „Aufsässige Leben, schöne Experimente“ versammelt hat. Dlf Kultur bewundert die Gedankenschärfe, mit der Rachel Cusk in ihren Essays auf die Bedingungen weiblicher Existenz blickt.

08.07.2022 Die FR liest zwei Gedichtbände von Jürgen Becker mit dem Stift, so anregend findet sie dessen kraftvolle Poesie. Die SZ lauscht wehmütig den Gesprächen von Claude Sautet und Michel Boujut, entzaubert mit Anastasia Samoylova den „subtropischen Fiebertraum“ Floridas und erkennt in Carla Kaspari einen Hauch von Sally Rooney. Die FAZ hört genau zu, wenn Dorota Danielewicz die Fluchtgeschichten von neun BelarussInnen erzählt. Und Dlf Kultur wechselt die Perspektive mit Antje Schrupps „Reproduktiver Freiheit“.

07.07.2022 Die Großen und Mächtigen der Weltpolitik kennt keiner so gut wie Henry Kissinger, erkennt die Zeit. In Piotr Sochas „Buch vom Dreck“ lernt sie allerhand über das stille Örtchen, mit Balzac sinniert sie über das Gehen. Die FAZ lässt sich betören von der „Laune Gottes“ der kanadischen Autorin Margaret Laurence. Die NZZ vergnügt sich mit trostlosen Geschlechtsakten von Heinz Strunk und verleiht ihm die Thomas-Mann-Medaille. Und Dlf Kultur annonciert ein „veritables Meisterwerk“ mit Alan Hollinghursts „Der Hirtenstern“.

06.07.2022 Die FAZ nähert sich furchtlos, aber auch beglückt Senthuran Varatharajahs Roman über den Kannibalismus-Fall von Rotenburg. Catalin Dorian Florescu verdankt sie ein lebendiges Bild von Bukarest um 1900. Die SZ probt verschiedene Wahrnehmungen der Wirklichkeit mit Mary Rufles leuchtenden Prosaminiaturen. Die NZZ lässt sich von Adorno durch die „Eiswüste der Abstraktion“ leiten. Und Dlf Kultur folgt Kathrin Köller und Irmela Schautz interessiert durch die Geschichte der LGBTIQA+-Communities.

05.07.2022 Die FAZ reist mit der Historikerin Astrid M. Eckert ins „Zonenrandgebiet“ und birgt weniges Bekanntes zwischen Ost und West. Außerdem empfiehlt sie zwei Bücher über den Wald. Die FR amüsiert sich prächtig mit Monica Alis Roman über die dunklen Geheimnisse einer islamischen Familie. Die NZZ lernt von Timo Feldhaus, wie der Ausbruch des Vulkans Tambora im Jahr 1816 Poesie, Liebe und die ganze Moderne beeinflusste. Und Dlf Kultur stößt auf Schauerliches in Rainer Herrns Geschichte des Instituts für Sexualwissenschaft in Berlin.

04.07.2022 Die SZ lernt von Michael Paul, wie dramatisch sich der "Kampf um den Nordpol" in Zukunft gestalten wird, wenn Russland und China die Rohstoffe ausbeuten und auch Atom-U-Boote die eisfreien Schiffspassagen nutzen können. Der DlfKultur erfährt in Hermann Bausingers Poesie des Alltags, das Erzählen nicht harmlos ist. Die FAZ nimmt mit Kevin Barry die "Nachtfähre nach Tanger". Der Dlf bewundert die gedankliche Tiefe und emotionale Wucht in den Gedichten Jürgen Beckers.

02.07.2022 Die Welt taucht mit David Mitchells "Utopia Avenue" ein in die Musikwelt Londons in den glorreichen Sechzigern. Die taz liest gespannt Serhii Plokhys Geschichte der Ukraine, "Die Frontlinie", und mit Najat El Hachmis Roman "Am Montag werden sie uns lieben" vom Ausbruchsversuch eines spanischen Mädchens aus muslimischen Konventionen. Die FAZ lernt mit Gudrun Krämers Biografie Hasan al-Bannas den "Architekten des Islamismus" kennen. Die SZ bewundert die politischen Gedichte Ilya Kaminskys.

01.07.2022 Die FAZ fürchtet sich vor der camouflierten Infrastruktur im Dämmerlicht, die Isik Kaya und Thomas Georg Blank fotografiert haben. Die FR staunt, wie vortrefflich Khaled Kalifa Familiengeschichte mit der Geschichte Syriens um die Jahrhundertwende verknüpft. Die NZZ lässt sich von Roberto Savianos Geschichten über Giordano Bruno, Martin Luther King oder Pasolini ermutigen. Die SZ vergnügt sich mit Josef Guggenmoos' Naturgedichten für Kinder. Dem DlfKultur eröffnen sich dank James Poskett neue Horizonte.