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09.12.2021 Die FAZ seziert mit Karen Ruoff und viel Sarkasmus Innenleben und Diskurspolitik einer kalifornischen Uni. Mit Sophie Reyers Roman über Johanna von Orleans ringt sie mit Gott und Tod. Die FR taucht fasziniert ein in die Feuilletons von Eduard von Keyserling. Die SZ fragt mit Dag Nikolaus Hasse: „Was ist europäisch?“. Die Zeit versinkt mit Carmen Maria Machado im „Archiv der Träume“ und findet eine toxische Beziehung. Und der Dlf entdeckt mit Kim Ho-Yeon den südkoreanischen Faust.

08.12.2021 Die FAZ lauscht dem Sound von Pandabären, Erdmännchen und im asiatischen Dialekt kommunizierenden Elefanten, den die Verhaltensforscherin Angela Stöger ihr übersetzt. Außerdem gruselt sie sich vor japanischen "Maschinenmenschen" in Emi Yagis Roman "Frau Shibatas geniale Idee". Die NZZ blättert begeistert durch einen mächtigen Coffee-Table-Bildband zur Bandgeschichte von Yello. Die SZ verfolgt gebannt die "Entscheidungstage" vor dem Machtwechsel, den Stephan Lamby dokumentiert.

07.12.2021 FR, SZ und DlfKultur stürzen sich auf Abdulrazak Gurnahs endlich verfügbaren Roman "Das verlorene Paradies", der vom präkolonialen Sansibar, von wilhelminischen Kolonisatoren und Freiheit erzählt. Als Juwel preist der Dlf auch über Jacques Stéphen Alexis' "Der Stern Wermut", der ihn eine wahre Sturmflut aus Bildern, Wundern und Zeichen wirft. Mit Benedikt Weibel läutet er zudem die pragmatische Verkehrwernde ein. Die FAZ verfolgt mit Valentin Groebners "Bin ich das?" die Geschichte der Selbstdarstellung, vom Laterankonzil über kommunistische Selbstkritik bis zu Instagram.

06.12.2021 Die taz pocht mit Norberto Bobbio auf die politische Differenz von Rechts und Links. Die FAZ arbeitet sich mit Oliver Schröm durch "Die Cum-Ex-Files". Die SZ verabschiedet sich mit Torsten Körner und Peter Zudeick vom Menschen Angela Merkel. Dramatik, aber keine Wärme entdeckt die Dlf in Uwe Johnsons Liebesgeschichte aus den Zeiten des Mauberbaus "Zwei Ansichten".

04.12.2021 Die Welt verdankt Abdulrazak Gurnahs neu aufgelegtem Roman „Das verlorene Paradies“ ein differenziertes Bild postkolonialer Literatur. Weniger froh wird sie mit dem neuen Gedichtband der Literaturnobelpreisträgerin des vergangenen Jahres: Louise Glück. Die taz lässt sich von Haruki Murakami zu jedem T-Shirt eine Geschichte erzählen. Die SZ lauscht gebannt, wenn ihr Helga Schubert von Denunziantinnen im Dritten Reich erzählt. Die FAZ folgt fasziniert Uljana Wolfs „Etymologischem Gossip“.

03.12.2021 Die FAZ plaudert mit Ingrid Caven und Ute Cohen vergnügt über Feminismus, Drogen, Kitsch und Kino. Die SZ spürt die Wärme in Daniela Kulots „Winterwald“ und empfiehlt Najem Walis politischen Roman über die ägyptische Sängerin und Schauspielerin Soad. Die NZZ ist sich nicht sicher, ob sie sich Michel Houellebecq zum Vorbild nehmen möchte. Der Dlf macht mit Andrej Bitow einen Sprung aus dem „literarischen Koordinatensystem“. Und Dlf Kultur liest ergriffen Maria Tumarkins Essays über die Schicksale ganz normaler Menschen.

02.12.2021 Die FAZ erkennt schon den ganzen Edgar Allan Poe in dessen Frühwerk und rackert sich mit Peter Licht in der Coworking-Hölle ab. Die FR taucht mit Lewis Grassic Gibbons Farmerstochter in einer schottischen Kleinstadt ab. Die NZZ erinnert sich mit Aleksandar Hermon an Raufereien, duftendes Mädchenhaar und ratternde Trambahnen in Sarajevo. Die Zeit erlebt mit Liz Nugent „Kleine Grausamkeiten“ in einer kaputten Familie. Und Dlf Kultur versucht mit Carmen Maria Machado aus dem Gefängnis einer toxischen lesbischen Beziehung auszubrechen.

01.12.2021 Die FAZ geht in die Knie vor einer neuen Ausgabe von Shakespeares Sonetten, mit Übersetzungen voller Sprachlust und Musikalität von Frank Günther und Christa Schuenke. Die NZZ liest, wie Künstler, Intellektuelle, Feministinnen und Radikaldemokraten am "Projekt Schweiz" mitwirkten. Der Dlf lässt sich von Frank B. Wildersons "Afropessimismus" nicht anstecken. Und bei der FR weckt Kirsten Fuchs mit ihrer "Mädchenmeuterei" die Abenteuerlust.

30.11.2021 Die FR lernt mit Susanne Fischer Arno Schmidt in dessen Nachlass als dirty old man kennen. Die SZ stürzt sich derweil auf die ausufernde Zettelwirtschaft von Johann Jakob Spreng. Die NZZ setzt noch einmal den Walkman auf und empfiehlt Tobi Müllers schöne Technik- und Sozialgeschichte des Pop. Der Dlf lernt von Heinrich Greving und Ulrich Schreiber: Das System der Behindertenwerkstätten ist menschenverachtend! Und Dlf Kultur staunt, wie Kayo Mpoyi das Schicksal einer Sechsjährigen im heutigen Daressalam mit der Kolonialgeschichte im Kongo verbindet.

29.11.2021 Viele politische Bücher heute: In der SZ kritisiert der Historiker Dietmar Süß den Reader "Die Hohenzollerndebatte", in dem sich das Who's Who der pro-Hohenzollern-Fraktion versammelt. In Deutschlandfunk Kultur ist Marko Martin bestürzt über die Beziehungen zwischen "Rechtspopulismus und Dschihad", die der Journalist Marc Thörner zu Tage fördert. Nochmals in der SZ empfiehlt Peter Burghardt die Aufarbeitung des "Falls Colonia Digindad" durch Jan Stehle.