8043 Bücherschauen - Seite 100 von 805

17.03.2023 Die FAZ lässt sich mitreißen vom aufklärerischen "Furor", mit dem Gerd Koenen das System Putins auseinandernimmt. Die SZ empfiehlt, sich Zugang zu Mircea Cartarescus Welt mit dem Erzählband "Melancolia" zu verschaffen. Die taz bewundert amerikanisches Büro-Design der letzten sechzig Jahre. Der Dlf liest gebannt, wie Thomas Stangl einem Fisch im Museum überleben lässt. Als intensive Lektüre mit sinnlichem Sound preist Dlf Kultur Brigitte Reimanns Roman "Die Geschwister".

16.03.2023 Den über
siebentausend Menschen, die seit 1913
Lynchmorden in den USA zum Opfer gefallen sind, hat
Percival Everett mit seinem Roman "Die Bäume" ein Denkmal gesetzt, meint der
Dlf bewegt. Die
FAZ sehnt sich mit humorvoll-melancholischen Gedichten von
Gert Heidenreich an die Atlantikküste. Der Küsten-Idylle, die
Michael Stavaric besingt, droht zwar die
Apokalypse, aber die
FR enteckt auch Momente der Hoffnung. Und die
NZZ fordert mit
Martha Nussbaum Gerechtigkeit für Tiere. Die
Zeit erscheint heute mit einer Literaturbeilage, erste Notizen zu den Kritiken finden Sie
hier.

15.03.2023 FAZ und SZ sind glücklich, dem besonderen Judith-Hermann-Sound nun mit deren in Buchform erschienenen Poetikvorlesungen auf den Grund gehen zu können. Die FAZ erforscht mit Anne Serre außerdem 33 Lebensentwürfe zwischen Martinique und Bonn. Die Dlf liest Gilda Sahebis Porträts protestierender Iranerinnen als Hommage an die Freiheit. Von Julia Ebner lässt er sich das Phänomen der Massenradikalisierung erklären.

14.03.2023 Die NZZ lässt sich von Michael Thumanns Putins (selbst-)zerstörerisches Lebenswerk erklären. Verstört liest sie auch Douglas Stuarts Roman über ein schwules Coming-Out unter gewalttätigen Teenagern in Glasgow. Gespannt liest die FR Andrea Maria Schenkels Krimi um einen historisch verbürgten Viehhändler und Serienmörder. Die FAZ lernt den dauerbeschäftigten Lebensverwalter von Goethe kennen: dessen Sohn August. Außerdem bespricht sie Bücher über die Kanzlerschaft von Sebastian Kurz.

13.03.2023 Die FR lässt sich von der archaischen Wucht in Karina Sainz Borgos Venezuela-Roman "Das dritte Land" mitreißen. Mathijs Deens "Taucher" folgt sie auch ohne nautische Kenntnisse an den Meeresboden. Die NZZ ist mit dem Humor in Joshua Cohens Roman "Die Netanjahus" einverstanden, aber nicht mit der politischer Deutung. Die SZ empfiehlt Rolf Nikels Überlegungen zum verkorksten deutsch-polnischen Verhältnis.

11.03.2023 Dlf und Dlf Kultur bewundern die Lässigkeit, mit der Bernadine Evaristo in ihrem Roman "Mr. Loverman" von Beziehungen, Schwarzsein und allen Kämpfen, die damit zusammenhängen, erzählt. Die taz denkt mit Arnd Pollmann über Menschenrechte und Menschenwürde nach. Die FR zerlegt mit Michael Behrendt amüsiert Popsongs der letzten sechzig Jahre. Der Dlf sinniert mit zwei Büchern über Langeweile und Bequemlichkeit. Und Dlf Kultur verbeugt sich mit Eva Viežnaviec vor den belarussischen Frauen.

10.03.2023 Die FAZ bringt mit Jeffrey Jerome Cohens "Ökologie des Nichthumanen" Steine mit magischen Kräften ans Licht. Außerdem bewundert sie, wie überzeugend und mutig sich Meron Mendel zum Thema Israel positioniert. Die FR lässt sich von Lena Andersson das 20. Jahrhundert in Schweden in analytischem Ton erzählen. Die SZ lernt bei Davide Morosinotto die Pflanzen und Tiere des Holozäns kennen. Und der Dlf gerät in Megan Abbotts Ballettschule aus der Balance.

09.03.2023 Die Zeit freut sich über die erste deutsche Übersetzung von Alphonse Daudets realistischer Satire "Jack" aus dem Jahr 1875. Die SZ ist sicher: Meron Mendels Essay zur deutschen Debatte über Israel dürfte anecken. Der Dlf amüsiert sich derweil mit Joshua Cohens brillanter Geschichte der Familie Netanjahu. Von Eric Vuillard lässt er sich vietnamesische Kolonialgeschichte erzählen. Die FAZ empfiehlt Nicoletta Vernas Roman "Der Wert der Gefühle" als reich orchestriertes Debüt über Zwangshandlungen.

08.03.2023 Die FAZ reist mit Juan Gomez Barcena durch die mexikanische Geschichte von der Kolonisierung bis hin zu Trumps Grenzzäunen. Als "reinen Schatz" preist die FR die von Leonhard Burckhardt und Michael Speidel herausgegebene Militärgeschichte der griechisch-römischen Antike. Außerdem staunt sie, wie Milena Michiko Flašar es schafft, Wärme in eine eisige Gesellschaft zu hauchen. Der Dlf erlebt die dichtende Kurtisane Margherita Costas als Gesamtkunstwerk. Und Dlf Kultur amüsiert sich prächtig mit den Boshaftigkeiten der Gebrüder Goncourt.

07.03.2023 Die FAZ lernt die Weltoffenheit taiwanesischer Literaturen kennen mit einer von Thilo Diefenbach herausgegebenen Anthologie. Die FR bekommt dank P. Craig Russells rhythmischem Wagner-Comic Lust, den Ring des Nibelungen wieder zu hören. Die SZ lässt sich von Uwe Neumahr an den Ort führen, an dem "Weltliteratur auf Weltgeschichte" traf. Dlf Kultur vermisst mit Vincenzo Latronicos Hipstern indes ein "Berliner Stillleben".