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10.07.2025 Die FAZ bezieht mit Isabella Staub Sozialwohnungen in Wien und sinniert über KI und Gentrifizierung. Die taz bewundert, wie dicht Tania Arcimovich in ihrem "Manifest einer Gartenlosen" über das Leben in Belarus nachdenkt. Die Zeit sucht in Steffen Kopetzkys schmissigem Agentenroman nach einer Superwaffe der Nazis. Dlf Kultur lässt sich in Erzählungen von Jamil Jan Kochai den westlichen Blick auf Afghanistan zurechtrücken. Und der Dlf dringt mit dem niederländischen Journalisten Rob Wijnberg vor zu den "Ruinen der Wahrheit" und betrinkt sich dann hemmungslos mit Colette Andris.

09.07.2025 Als neues "Standardwerk" preist die NZZ die Kulturgeschichte der Ukraine des Berliner Historikers Andrij Portnov. Mit Nenad Velikovics "Nachtgästen" versteckt sie sich in einem Keller während der Belagerung Sarajevos. Die FAZ dankt Bendt Viinholt Nielsen für die Wiederentdeckung des dänischen avantgardistischen Komponisten Rued Langgaard. Die FR gewinnt tiefere Einsichten in Kryptogeschäfte und Männlichkeit dank Juan S. Guse. Und der Dlf lernt von Marco Overhaus, was das Ende der Pax Americana für Europa bedeutet.

08.07.2025 So berührt wie gespannt liest die FAZ die Geschichte um den 1944 ermordeten Cousin Albert Einsteins. Von Marion Fayolle lässt sie sich auf einen französischen Bauernhof entführen. Außerdem spürt sie mit Ruth Zylberman den Kindern aus der Rue Saint-Maur nach und erfährt von Alina Potempa, wie die "Pillen-Enzyklika" von 1968 das Katholischsein veränderte. Der Dlf lernt von Ingo Petz alles über Belarus.

07.07.2025 So befremdlich wie Kim Hyesoon in "Autobiografie des Todes" hat wohl bislang niemand über den Tod geschrieben, staunt die NZZ. Hitler ist eine so gewaltige Figur, dass sogar die Darstellung des Forschungsstands über ihn ein Buch benötigt, berichtet die SZ, die auch Sebastian Peters' Biografie über Hitlers Fotografen Heinrich Hoffmann bespricht. Die NZZ wundert sich: Laut Georg Diez' "Kipppunkten" wäre alles besser geworden, hätten wir damals Oskar Lafontaine gewählt. Die SZ lernt mit Isabel Pin, dass der globale Süden auch in der Arktis liegen kann. Die FAZ bespricht Krimis.

05.07.2025 Katastrophensamstag, seufz. Aber jetzt kommt sie doch noch, die Bücherschau: Die FAZ betrachtet mit María Ospina Pizano die Welt aus Tierperspektive. Die taz amüsiert sich mit einem Briefroman von Laurent Binet, über den Mord an dem Maler Jacopo da Pontormo 1557. Die FAS liest Giorgia Melonis Autobiografie und lernt daraus einiges über die Strategien der Rechten. Ebenso die Welt aus Maik Tändlers Dissertation über "Armin Mohler und die intellektuelle Rechte in der Bonner Republik", eine zeithistorische Studie ersten Ranges, die Mohler als intellektuellen Vorläufer des Höcke-Flügels der AfD beschreibe.

04.07.2025 Die FAZ räumt mit dem Althistoriker Mischa Meier mit Mythen über die Hunnen auf. Mit dem israelischen Historiker und Psychologen Jose Brunner blickt sie auf die "Psycho-Logiken" des Nahostkonflikts. Der Dlf liest bei Paul Theroux von den frühen kolonialen Erfahrungen George Orwells in Burma und versucht mit Sarah Bernstein Fuß an einem fremden Ort zu fassen. Dlf Kultur flieht mit Ayelet Gundar-Goshens schuldgeplagter Heldin aus Tel Aviv in eine jüdische Community in Nigeria.

03.07.2025 Die
FAZ meint den Regen zu hören in
Sian Hughes' Debütroman über das plötzliche Verschwinden einer Mutter. Die
NZZ verdankt
Susanne Beyer wichtige Einblicke in die inneren Konflikte der Nachfahren von Nazitätern. Nicht nur Kennern seines Werks empfiehlt die
SZ Susan Bernofskys formidable
Robert-
Walser-Biografie. Die
Zeit erscheint heute mit einer
kleinen Sommerbeilage - und ist hin und weg, wenn ihr der Meeresforscher
David Attenborough die Schönheit der Ozeane zeigt.

02.07.2025 Die FAZ befreit mit Anke te Heesen die im Textilen weggeschlossene Frau aus dem Muster. Außerdem betritt sie ein funkelndes "Mausoleum der Liebe", wenn ihr Nicolas Mathieu von seiner Affäre mit Fürstentochter Charlotte Casiraghi erzählt. Längst überfällig erscheint der NZZ Sebastian Peters' Buch über Hitlers Fotografen Heinrich Hoffmann. Die SZ wünscht Israels Nationaldichter Chaim Nachman Bialik dringend größere Bekanntheit hierzulande. Der Dlf vermisst mit Oliver Moody die "Konfiktzone Ostsee".

01.07.2025 Die FAZ annonciert große afrikanische Literatur mit Fann Attikis Roman "Cave 72" über die Militärdiktatur in der Republik Kongo. Außerdem freut sie sich über polnische Lyrik von Jakub Ekier. Die NZZ empfiehlt Bücher über die Hamas und die Hisbollah von Joseph Croitoru. Die FR besinnt sich dank Gerhart Baum. Und der Dlf entdeckt mit Gene Wolfes "Frieden" einen an David Lynch erinnernden Klassiker der fantastischen Literatur.

30.06.2025 Die FAZ lässt sich von dem ehemaligen McKinsey-Chairman Herbert Henzler erzählen, was Babyboomer und Generation Z voneinander lernen können. Die FR lässt sich von Julian Bagginis Globalgeschichte der Philosophie "Wie die Welt denkt" anregen. Die SZ liest zwei Bücher über Friedrich Merz. Die NZZ vertieft sich in eine Geschichte des Frauenfußballs, der bis 1970 vom DFB verboten war. Und in eine Geschichte der musizierenden Geschwister Fanny und Felix Mendelssohn, die aus weiblicher Perspektive auch nicht sehr erbaulich ist.