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12.01.2023 Der schockierte Dlf spürt den ganzen Terror des somalischen Bürgerkriegs in Warsan Shires Gedichtband "Haus Feuer Körper". Dlf Kultur überprüft mit Jörg Scheller seine Privilegien. Und sucht mit Sally McGrane und einer Katze "Die Hand von Odessa". Die Zeit bewundert die Kunst von Bret Easton Ellis, auf dem hauchdünnen Grat zwischen billig und genial zu balancieren.

11.01.2023 Die FAZ lauscht der Musikalität in den Gedichten des vorgestern verstorbenen Charles Simic. Außerdem empfiehlt sie wärmstens Kurt Steinmanns Übersetzung der "Medea" des Theaterrebellen Euripides. Die SZ wird high im Lyrikschlachthof Peter Rühmkorfs. Der taz stehen die Haare zu Berge vor den Fotos von John Willheim aus dem Bürgerkrieg in Laos. Dlf Kultur empfiehlt Jörn van Halls Erzählung "Du stirbst im Fliegen".

10.01.2023 FR, NZZ und SZ lesen beglückt, wie Arno Geiger das Fischen im Fremden in Literatur verwandelt. Die FAZ dringt tief vor in den radikal autobiografischen Kosmos des Schweizer Schriftstellers Christoph Geiser. Die taz durchlebt mit Luise F. Pusch eine lesbische Jugend in Ostwestfalen. Der Dlf seufzt über die unglücklichen Lieben des großen Cesare Pavese. Augenöffnend findet er zudem Musa Delis Beobachtungen zur Integrationsdebatte. Die SZ stürzt sich noch einmal mit Bret Easton Ellis in das Los Angeles der achtziger Jahre, auch wenn ein Serienmörder Angst unter den Slackern am Pool verbreitet.

09.01.2023 Die taz begibt sich mit Aroa Moreno Durán auf die Spuren von Spaniern, die vor Franco in die DDR flüchteten. Bewegt liest die FR Gusel Jachinas Roman "Wo vielleicht das Leben wartet". Der DlfKultur erkundet freudig und staunend mit John Lewis-Stempel "Das geheime Leben der Eulen". Die FAZ empfiehlt angeregt Melanie Kurz' und Thilo Schwers "Geschichte des Designs".

07.01.2023 Als Buch seines Lebens rühmt die FAZ Arno Geigers "Glückliches Geheimnis", demzufolge er Altpapier-Container nach privaten Schriftstücken durchforstete. Die FAS hält das Buch dagegen für Schmonzes. Die Welt feiert Ottessa Moshfeghs lustvoll-dekadenten Roman "Lapvona", der nicht dem Abscheulichen huldige, wie ihr vorgeworfen wurde, sondern einer Ästhetik der Dekadenz. Mit Freude liest sie auch Kerstin Holzers Monika-Mann-Biografie "Monascella". Der DlfKultur reist mit Ivana Sajko durch Kroatien und ihre Erinnerungen. Kaum aushalten kann die taz Eva Müllers Graphic Novel "Scheiblettenkind" und empfiehlt sie umso nachdrücklicher.

06.01.2023 Die FAZ ist überrascht vom Reichtum der Themen und Texte in den nun erschienenen Gesammelten Schriften der Schriftstellerin und Philosophin Margarete Susmann. Fasziniert liest sie auch, wie sich Roger Caillois in den dreißiger Jahren dem Mythos näherte. Die FR staunt, wie Linn Penelope Micklitz in "Abraum, Schilfern" die Gegenwart literarisch häutet. Der Dlf blickt mit Donald Antrim in die Abgründe der Psychiatrie. Und Dlf Kultur freut sich über den Optimismus, den Barbara F. Walter in ihrem Buch über die Instabilität von Demokratien trotz allem verbreitet.

05.01.2023 Dlf Kultur taucht mit Jose Ovejeros Roman "Aufstand" tief ein in das von Wohnungsnot und Jugendarbeitslosigkeit geprägte Madrid von heute. Die Zeit lernt aus Sarah Crossans Jugendroman "Toffee", wie man auch im falschen Leben glücklich sein kann. Die FR hört gern zu, wenn Annie Dillard einen Stein zum Sprechen bringt. Die FAZ stellt zwei hochkomplexe graphic novels von Jordan Crane und Nick Drnaso vor sowie einen multiperspektivischen Essay von Luka Holmegaard über nichtbinäre Kleidung.

04.01.2023 Die FAZ unternimmt mit Nadia Budde und Claudia Kühn einen liederlichen Streifzug durch die Welt der Paare. Dlf Kultur begleitet Raynor Winn mit ihrem Ehemann "Überland" auf dem härtesten Wanderweg Britanniens. Die taz lässt sich vom "Comicverführer" Timur Vermes umgarnen. Die SZ liest Proust mit Roland Barthes.

03.01.2023 Die FAZ erhält in Annett Meiritz' und Juliane Schäubles Buch über konservative Amerikanerinnen Einblicke in eine für sie unvorstellbare Welt. Mit Sara Rukaj rechnet sie gepfeffert mit der organisierten Weinerlichkeit von Genderfeministinnen ab. Die SZ folgt Nick Drnasos Rattenfänger durch die Pandemie. Die taz verdankt Helmut Philipps ein unverzichtbares Standardwerk über die Geschichte des Dub. Und der Dlf Kultur lauscht dem Wind in Tatsuo Horis Novelle über das Sterben.

02.01.2023 Der Dlf imaginiert mit Sandra Kegel die weibliche Geschichte der literarischen Moderne. Die SZ wappnet sich fürs kommende Jahr mit einem ganzen Stapel neuer Bücher über 1923. Gebannt verfolgt sie auch, wie sich die Schweiz zu Europa stellt. Der DlfKultur amüsiert sich mit Quim Monzós Kunstbetriebssatire „Benzin“. Die FAZ liest mit Vergnügen Sally McGranes Räuberpistole "Die Hand von Odessa", die sie in die noch friedliche Metropole am Schwarzen Meer verschlägt.