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31.12.2025 Die NZZ besucht mit den "Waterjournals" des amerikanischen Künstlers, Aktivisten und Außenseiters David Wojnarowicz die Ausgestoßenen im New Yorker der Siebziger. Die taz lobt Nina Schedlmayers Biografie der lesbischen Avantgarde-Malerin Stephanie Hollenstein, die zur glühenden Hitler-Unterstützerin wurde. Das Klügste, was aktuell über China auf Deutsch zu lesen ist, sind die Essays des chinesischen Dissidenten Yang Lian, versichert die FAZ. Und Dlf Kultur lauscht mit Cécile Oumhani einem poetischen Zwiegespräch zweier Frauen am Ende der Welt. Und damit wünscht der Perlentaucher all seinen LeserInnen einen guten Rutsch ins Jahr 2026!

30.12.2025 Die taz jubelt über die wieder entdeckten expressionistischen Grotesken von Else Onno, alias "El Hor", die zwischen Lust- und Todessehnsucht changieren. Die FAZ blickt mit Guillaume Paoli skeptisch auf den Optimismus. In Lionel Richies Memoiren sieht sie ein hochinteressantes Stück Pop- und Kulturgeschichte. Die FR wird mit Natascha Wodins witzigen Beobachtungen in "Die späten Tage" gerne alt. Dlf bleibt bei der Lektüre von Juliane Baldys Roman "Frau Fünf" das Lachen im Halse stecken.

29.12.2025 Die SZ fliegt mit Cesar Airas Hasen vor der Realität davon. Von Anne Sudrow lässt sie sich die Geschichte des Kräutergartens im Konzentrationslager Dachau erzählen, in dem die SS Heilpflanzen anbauen ließ. Die FR widmet sich mit J.C. Mastermans Krimi "Die Oxford-Tragödie" einem unterhaltsamen Whodunnit im College-Milieu. Die FAZ lässt sich von Jimmy Wales Optimismus in "Trust" den Glauben an die Menschheit zurückgeben.

27.12.2025 Die FAZ hebt mit Jorge Baron Bizas Roman "Die Wüste und ihr Samen" einen literarischen Schatz. Mit Katherina Poladjan wandert sie über den "Goldstrand" der bulgarischen Schwarzmeerküste. Die FR geht mit den Helden aus Max Baitingers Graphic Novel "Hallimasch" auf einen hallizogenen Trip nach Leipzig. Die SZ kann Andras Viskys Roman "Die Aussiedlung" über das Leben und Sterben in stalinistischen Gulags gar nicht genug loben. Und Dlf Kultur trinkt mit Anthony Burges und Jesus Wein in Kana.

24.12.2025 Die FAZ blättert beeindruckt in den Erinnerungen Irina Schostakowitschs über die letzten Lebensjahre ihres Mannes. Von Walter Schübler lernt sie, wie viel "Kulturkampfpotenzial" in einem Stück Torte stecken kann. Die SZ vertieft sich in Peter Heathers Geschichte des Christentums. Die FR trifft bei Sigrid Nunez das Pinseläffchen Mitz, das die Bloomsbury Group aufmischte. Dlf wimmelt vergnügt durch Bilderbücher von Cynthia Cliff und Stephane Frattini. Und der Perlentaucher wünscht all seinen Leserinnen und Lesern frohe Weihnachten!

23.12.2025 Die Zeit traut den eigenen Gefühlen nicht mehr nach der Lektüre von David Szalays Roman „Was nicht gesagt werden kann“. Die FAZ lässt sich von John Boyles „Elementenquartett“ gebannt an Schreckenshorizonte führen. Von dem Historiker Christian Stein erfährt sie, wie die Wehrmacht an der Ostfront ganze Dörfer niederbrannte. Die SZ bewundert das Feingefühl, mit dem Leon Engler von den vielen psychischen Krankheiten einer Familie erzählt. Die taz schwelgt in einem Prachtband mit allen Radierungen und Lithografien Goyas. Und Dlf Kultur schmachtet mit Liebesgedichten von Giovanni Boccaccio.

22.12.2025 Die FAZ liest spukige Kinderbücher: Mit Sabrina Schmohl kämpft sie gegen Nebelgeister, von Matthew Forsythe lernt sie, wie man sich mit einem Geist als WG-Bewohner arrangiert. Die NZZ gibt sich Giovanni Boccaccios vergessenen Sonetten hin. Die SZ erfährt von Franz-Josef Brüggemeiers Thatcher-Biografie, dass es den "Thatcherismus" eigentlich nicht gegeben hat. Und Dlf empfiehlt wärmstens Anthony Burges' fantasievollen Roman über Jesus.

20.12.2025 Die NZZ stellt zwei Klassiker aus der Ukrainischen Bibliothek vor: Taras Schewtschenko und Lesja Ukrajinka. Die FAZ ist fasziniert von den Antworten, die Pier Paolo Pasolini auf Leserbriefe in der linken Wochenzeitschrift Vie nuove schrieb. Die taz begegnet in Richard Schuberths Roman "Der Paketzusteller" dem Rest der Kulturlinken. Dlf Kultur vertieft sich in einen postmodernen Band zum Küchentuch.

19.12.2025 Der FAZ freut sich in wiederentdeckten Erzählungen von Maria Lazar an deren Liebe zum Absurden. Als gleichermaßen zartes wie heftiges Buch empfiehlt sie Nancy Hüngers poetische Miniaturen über zwei Neurotiker. Die FR schätzt einmal mehr das klare politische Urteil von Irina Scherbakowa. Die SZ lobt, wie Lena Steffinger über psychische Erkrankungen aufklärt. Und der Dlf Kultur spürt absolute Gegenwart in Gedichten von Marit Heuß.

18.12.2025 In der Zeit preist Herta Müller András Viskys Roman "Die Aussiedlung" als über die Historie hinausreichendes magisches Dokument. Die SZ versinkt in Natascha Wodins "Erinnerungstableaus" über das Altern. Beklommen folgt die FAZ Pussy Riot-Mitglied Maria Aljochina durch Putins Russland. Die taz erinnert sich gern nochmal an Klatsch un Tratsch der Achtziger in einem Sammelband über das Indie-Magazin Elaste. Und Dlf Kultur erinnert sich mit Zia Qasemi an ein vergangenes Afghanistan.