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30.05.2026 FAZ und SZ spazieren mit Florian Illies vergnügt auf den Spuren des Alchemisten Johannes Kunckel über die Pfaueninsel. Ganz hingerissen ist die FR, wenn ihr der Lyriker Martin Piekar in seinem Prosadebüt von seiner polnischen Migrationserfahrung erzählt. Als Geniestreich wertet die taz Ian Kumakevas Geschichte der globalen Wirtschaft, die der Historiker anhand eines Schiffes erzählt. Und die Welt blickt mit Francis Fukuyama auf den Ursprung des Populismus: Die Vetokratie.

29.05.2026 Die FR lernt allerhand dazu, wenn Sigrid Damm mit Wortspielen ihre Lektüreschätze präsentiert. Dem Kirchenhistoriker Jörg Ernesti folgt sie durch Höhepunkte und Niederungen der Geschichte des Papsttums. Die NZZ zieht mit Heike Geißlers Kohlhaas-Wiedergängerin Michaela begeistert in Lumpen durchs Land. Angeregt liest der Dlf, wenn Daniela Dröscher über das Sprechen nachdenkt. Außerdem empfiehlt er nachdrücklich Miriam Carbes großen Generationenroman "Unerwünschte Töchter".

28.05.2026 Die FAZ besteigt mit Angelika Overath den Gipfel des Calanda. "Spektakulär, ja geradezu grotesk" findet die NZZ den Fall des SS-Intellektuellen Hans Ernst Schneider, dessen Leben die Historikerin Angelina Pils nachspürt. Die SZ macht sich mit dem Migrationsforscher Volker M. Heins Hoffnung auf sichere Häfen für Geflüchtete. Die taz vergleicht mit Andrea Rottmann queeres Leben in DDR und BRD. Und Dlf Kultur freut sich über neu übersetzte Miniaturen von Jorge Luis Borges.

27.05.2026 Dlf spürt in Anne Webers Reflexionen über die Poesie eine unbändige literarische Kraft. Die FAZ erfährt von Oliver Jahraus, wie sehr das Denken Martin Heideggers mit dem Nationalsozialismus verknüpft war. Dlf Kultur erlebt mit Oisín McKenna und ihren Großstadt- Milennials einige deftige "Hitzetage" in London. Die NZZ lässt sich von Andrea Hammel die weniger heroische Seite der Kindertransporte aufzeigen, mit denen jüdische Kinder vor den Nazis gerettet wurden.

26.05.2026 Die FAZ begleitet vergnügt den Kröterich Konrad aus dem Kinderbuch von Anke Kuhl und Oren Lavie bei seiner Suche nach etwas noch Köstlicherem als Fliegen. Von Paula Peretti und Dorthe Voss lässt sie sich das Leben von James Krüss erzählen - auch die dunklen Seiten. Dlf ist begeistert von Antonio Scuratis Roman "M. Das Ende und der Anfang", der aus der Perspektive Mussolinis vom Faschismus erzählt. Die Welt blättert interessiert durch den Band von AFF Architekten, der brutalistische Schulbauten vorstellt.

23.05.2026 Die FAZ blickt mit Kiran Desai auf "Die Einsamkeit von Sonia und Sunny", die weder Tradition noch Freiheit glücklich macht. Wer die politische Lage in der Slowakei verstehen will, dem empfiehlt die FR Michal Hvoreckys Band "Dissident". Die SZ amüsiert sich mit Karine Tuils Roman "Die Liebeshungrigen" über die nicht unbeträchtlichen Macken der Pariser Hautevolée. Die taz lernt mit Benedikt Kaisers Band "Der Hegemonie entgegen" die Strategie für eine identitäre rechte Revolution. Dlf Kultur geht mit Dagmar Knigge auf Spurensuche nach der Nazivergangenheit ihres Opas.

22.05.2026 Die FAZ erfreut sich im neuen Band der Rostocker Werkausgabe an Uwe Johnsons Beschreibungen der Mentalität der Berliner. Mit Jan-Werner Müller denkt sie über Architektur und Demokratie nach. Den zugleich seltsamsten und poetischsten Roman des Jahres entdeckt die FR mit Ricardo Romeros "Ich bin der Winter". Die SZ bewundert, wie Kiran Desai quer durch alle Genres über Einsamkeit sinniert. Dlf Kultur lernt derweil von Ciara Greene und Gillian Murphy, dass unser Gedächtnis erst perfekt ist, wenn es vergisst.

21.05.2026 Die FAZ liest berührt, wie Thomas Medicus dem Suizid eines erfolgreichen Arztes und Vaters nachspürt. Amüsiert folgt sie indes Madame Nielsens Bericht einer dänischen Performance-Künstlerin, die mit einem deutschen Theater aneinander gerät. Als Plädoyer für mehr Menschlichkeit würdigt die FR Gabriele von Arnims neues Buch über Abschiede. Als "vielleicht unbekanntestes Meisterwerk" der amerikanischen Literatur des letzten Jahrhunderts preist die NZZ Sherwood Andersons Roman über kuriose Gestalten in Ohio. Gebannt folgt Dlf Kultur dem Investigativ-Journalisten Patrick Radden Keefe, der dem mysteriösen Tod eines jungen Hochstaplers in London nachspürt.

20.05.2026 Die NZZ fährt mit Felicitas Hoppes "feinnervigen" und fantasievollen Reise-Essays in Urlaub. Die Welt lässt sich von Philip Manow die "Spaltungslinien" unserer Gesellschaft nachzeichnen. Die FAZ studiert Christoph Möllers' und Nils Weinbergs kluge Gedanken zum Verhältnis von Kunstfreiheit und staatlicher Förderung. Die SZ verschlingt Sandro Veronesis Roman "Schwarzer September", der als zärtliche Romanze beginnt und als düsterer Krimi endet.

19.05.2026 Die FAZ kehrt mit Sanna Samuelssons Debütroman in die vermeintich heile Welt eines schwedischen Bauernhofs zurück. Die FR zieht mit Heike Geißlers "Michaela Kohlhaas" in einen aussichtslosen Kampf. Die NZZ begeistert sich für Petra Morsbachs schillernden Roman "Orion" über die Lehrerin Nora. Dlf lernt von Florian Bieber, wie sehr sich Autokraten vor der Zivilgesellschaft fürchten. Dlf Kultur applaudiert dem lebendigen Roman "Die rastlosen Jahre" von Devika Rege, der während des Aufstiegs des Modi-Nationalismus in Indien spielt.