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15.04.2026 Die FAZ kürt Steffen Martus' Literaturgeschichte ab 1989 zu einem künftigen Klassiker der Literaturwissenschaft. Die NZZ zieht den Hut vor David Vajdas Roman "Diamanten", in dem eine Künstler-Familie mit dem Tod der Mutter umgehen muss. Die SZ macht sich mit Ildiko von Kürthy und Christiane Rösinger Gedanken über das Älterwerden als Frau. Die taz schmökert in den gesammelten Comics über Manfred Sommers Kriegfotografen Frank Cappa. Und die FR findet in Daniel Fehrs Kinderbuch eine freundliche Kuh in ihrem Bett vor.

14.04.2026 Die FAZ lässt sich von Daniel Gerlach die Geschichte des Nahen Ostens neu erzählen. Mit Niklas Weber steigt sie in die frühen Eisenbahnen, die sowohl Ort der Demokratisierung als auch der Diskriminierung waren. Die FR lässt sich von Julia Webers Heldin Ruth in ein Tier verwandeln. Die NZZ klettert mit dem Bildband von Francisco Paco Carrascosa, Matthias Oberli und Emanuel Tschumi Schweizer Katzentreppen hinauf. Dlf legt uns den Coming-of-Age Roman "Kekeli" von Jessica Mawuena Lawson ans Herz, während Dlf Kultur mit Francois Saranos Walen tanzt.

13.04.2026 Die SZ applaudiert Dana Grigorceas Roman "Tanzende Frau, blauer Hahn", der von einer sommerlichen Liebe in Ceaușescus Rumänien erzählt. Außerdem lobt sie Claudia Kemferts Buch "Kurzschluss" als unerschrockenes Plädoyer für eine neue Energiepolitik. Die taz schmökert in den neuen Essays von Karl Ove Knausgard. Die FR verschlingt John Grishams neuen Thriller "Das Vermächtnis". Die NZZ folgt Matthias Nawrat in "Das glückliche Schicksal" in eine raffniertes literarisches Labyrinth.

11.04.2026 Die FAS hätte gern noch mehr von Monika Marons Tagebüchern gelesen. Die SZ findet die rechte Sprachkritik "Links - Deutsch, Deutsch - links" rechts. Die FAZ liest mit großem Interesse den Roman "Was die Zeit nicht nimmt " von Marek Torčík, den sie als Erzähler von Rang begrüßt. Die FR lernt mit Petro Rychlo viel über die deutsch-ukrainischen Literaturbeziehungen und mit Margret Schepers einiges über die Frauenbewegung der Siebziger. Die Welt fragt mit Judith Schalansky, woraus die Welt gemacht ist, nämlich aus "Marmor, Quecksilber, Nebel".

10.04.2026 Eine eklatante Forschungslücke schließt Karen Hagemann mit ihrem monumentalen Werk über vergessene Soldatinnen, freut sich der Dlf. Die FR fürchtet dank Andreas Fulda, dass alles noch schlimmer kommen könnte, wenn China Taiwan angreift. Der Dlf Kultur schöpft mit Volker Perthes derweil Hoffnung, dass eine multipolare Weltordnung gelingen könnte. Außerdem empfiehlt er Margaret Laurence’ wunderbaren Emanzipationsroman „Glücklichere Tage“ aus dem Jahr 1974. Die FAZ denkt mit Fernando Esposito über die "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen" nach.

09.04.2026 Wie „präzise Kurzfassungen von Trauer“ erscheinen der FAZ die musikalischen Gedichte der Dänin Tove Ditlevsen. Die Zeit findet sogar Trost, wenn ihr der Schwede Stig Dagerman in seinen poetischen Geschichten von Mord und Totschlag erzählt. Und auch eine unerwiderte Liebe ist gar nicht so schlimm, lernt sie von der Philosophin Miriam Metze. Wie böse Messalina, der Gattin des römischen Kaisers Claudius, von Männern mitgespielt wurde, erfährt die NZZ von der Historikerin Honor Cargill-Martin. Die FR lässt sich von Franketiennes Klassiker der haitianischen Literatur zum Kampf auffordern. Und der Dlf Kultur stärkt den Globalen Süden mit Patrick Kaczmarczyk.

08.04.2026 SZ und NZZ betrachten mit dem Journalisten Nicholas Potter besorgt die Radikalisierung von Teilen der Linken. Die FR reist mit Octavia E. Butler ins Jahr 1815 in den USA und erlebt die Brutalität der Sklaverei. Außerdem bewundert sie die bewusstseinserweiternde lyrische Kraft von Henning Ahrens. Die FAZ lässt sich von Jens Soentgen in die Geheimnisse der Luftforschung einweihen. Die taz lernt in einer Graphic Novel von Niels Schröder den Widerständler Otto Weidt kennen, der seine jüdischen Mitbürger vor der Deportation durch die Nazis bewahren wollte.

07.04.2026 Die FAZ freut sich über Daniel Faßbenders "Surf-Noir"-Krimi "Heaven's Gate", in dem ein wellenreitender Privatdetektiv die Schattenseiten einer philippinischen Insel entdeckt. Mit Thomas Knüwer streift sie durch geheimnisvolle "lost places" und findet dort unverhofft Gemeinschaft. Die SZ empfiehlt den Erinnerungsband der aus Russland geflohenen Autorin Natalja Kljutscharjowa. Die NZZ empört sich mit Madame Nielsen im Theater. Und Dlf Kultur amüsiert sich prächtig mit den verrückten Hühnern aus Melanie Garanins und Massuda Kassems Kinderbuch "Chicken Survivor".

04.04.2026 Die FAZ lässt sich von Marie Luise Kaschnitz durch das Frankfurt der Sechziger führen. Die FAS gibt dank der Reportagen von Ceyda Nurtsch die Hoffnung nicht auf, dass die Spaltung in der türkischen Gesellschaft irgendwann überwunden werden kann. Die taz lässt sich von Jörg Lau Deutschlands außenpolitische Herausforderungen vor Augen führen. Die Welt rät zur Lektüre von Tierno Monénembos Roman „Der schwarze Terrorist“, der an den französischen Widerstandskämpfer Addi Bâ Mamadou erinnert. Mit Golo Maurer amüsiert sich über jene Gruppe deutscher Maler, die in Olevano die deutsche Kunst erfanden. Und die FR lernt von Sally Coulthard alles über Frösche.

02.04.2026 Die FAZ folgt Armin Nassehi interessiert beim Versuch, die Funktion von Antisemitismus systemtheoretisch zu analysieren. Die NZZ lässt sich von Stefan Hentz durch das aufregende Leben von Jazzlegende Miles Davis führen. Der Dlf versinkt in einer neuen Joseph-Roth-Werkausgabe und erinnert sich mit Siri Hustvedt an Paul Auster. Und Dlf Kultur denkt mit Wolfgang Ullrich über die Macht von Memes nach.