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14.10.2022 Die FAZ folgt Ernst Strouhal gebannt durch vier Frauenleben im Wien des 20. Jahrhunderts. Mit Sergio del Molino begibt sie sich auf Streifzüge durch das "leere Spanien". Die SZ lauscht dem Sehnen eines ganzen Dorfes in Peter Nadas' "Schauergeschichten". Die FR möchte keine Seite missen in Daniela Dröschers Roman "Lügen über meine Mutter". Und der Dlf Kultur blickt mit Helene Bukowski auf die Traumata zweier Soldatinnen.

13.10.2022 Endlich mal wieder ein
richtig schönes Duell, freut sich die
taz, die
Rayk Wielands überdrehten Roman "Beleidigung dritten Grades" verschlungen hat. Die
FAZ ist hin und weg von einer vierbändigen Ausgabe mit
spanischer und hispanoamerikanischer Lyrik. Die
Zeit, deren Literaturbeilage heute erschienen ist, hat mit
Isabel Fargo Coles "Die Goldküste" schon mal das
schönste Sachbuch der Saison gelesen. Buch des Tages ist aber
Peter Nadas' neuer Roman "Schauergeschichten", dem
FAZ und
Zeit ein Ständchen bringen: 600 Seiten Trostlosigkeit und
mürrisches Personal - himmlisch, ruft die
FAZ. Die
Zeit, mit lauter
Orban-
Wählern konfroniert, ist ganz verstört, bekennt sie froh. (
Alle Notizen zur Zeit-Beilage finden Sie hier.)

12.10.2022 Die FAZ empfiehlt nachdrücklich Serhii Plokhys Geschichte der Ukraine, "Das Tor Europas". Angst und bange wird ihr bei der Lektüre eines Kompendiums über die radikale Gedankenwelt der Esoterik. Wie Reformwillen in Reinheitswahn und Fanatismus umschlagen kann, lernt der beeindruckte Dlf in Ursula Frickers Roman "Gesund genug". Die FR liest mit großem Vergnügen "Das Dunkle bleibt", ein Krimi von William McIlvanney und Ian Rankin aus dem Glasgow der Siebziger. NZZ und FAZ würdigen den Roman "Tomás Nevinson" als prophetisches Schlusskapitel in Javier Marías' Werk.

11.10.2022 Eine wahre Hymne singt die NZZ auf Peter Nadas und seinen neuen Roman "Schauergeschichten": Hochintellektuell und von überschäumender Kraft findet sie ihn. Die FAZ folgt Anthony Burgess mit der Malaya-Trilogie durch den menschlichen und historischen Dschungel des britischen Kolonialismus. Der Dlf durchsteht mit Robert Menasses EU-Roman "Die Erweiterung" Beitrittsverhandlungen in Tirana. Und der der DlfKultur liest Witold Gombrowicz' Avantgarde-Roman von 1938 "Ferdydurke".

10.10.2022 Wut und Enttäuschung schlägt der FR aus Najat El Hachmis Roman "Am Montag werden sie uns lieben" entgegen. Die NZZ lernt viel über den männlichen Blick, wenn Martina Clavadetscher den weiblichen Modellen männlicher Maler eine Stimme verleiht. Die SZ feiert Jörg Bongs Geschichte "Flamme der Freiheit", die den Revolutionären von 1848 ein Denkmal setzt. Mit frischer Begeisterung liest sie auch Maggie Habermans Trump-Buch "Täuschung". Stark findet der DlfKultur, wie Manja Präkels in ihren Essays "Welt im Widerhall" rechte Gewalt dokumentiert.

08.10.2022 Die FAZ erkennt trotz der Facebook-Posts und Fotos, die Serhij Zhadan seit dem Krieg gegen die Ukraine in seinem neuem Buch versammelt hat, noch immer dessen unerschütterlichen Optimismus. Außerdem stattet sie Anita Albus einen Besuch im „Affentheater“ ab. Die taz lernt Rafael Chirbes in dessen Tagebüchern von dessen selbstzerstörerischer Seite kennen und streift mit Andrei S. Markovits durch das Rumänien der Fünfziger. Der Dlf verliert sich mit Sergio Del Molino im leeren Spanien. Und die FR blickt mit Kerstin J. Jobst in die Geschichte der Ukraine.

07.10.2022 Erschüttert und gespannt liest die FR Lize Spits Geschichte einer Depression. Der Dlf Kultur nähert sich mit dem Physiker Guido Tonelli geradezu spielerisch dem Phänomen der Zeit, versinkt mit Stephan Krass in "Radiozeiten" und blickt mit Gunilla Palstierna-Weiss in den Abgrund des Todes. Die FAZ lernt mit Rosa Schapire die Förderin von Karl Schmidt-Rottluff kennen. Stutzig macht sie, dass sich Francis Fukuyama in seinem neuem Buch mit keinem Wort mit seinem Bestseller auseinandersetzt.

06.10.2022 Als Riesenentdeckung feiert die FAZ die Europa-Berichte des afroamerikanischen Soziologen W. E. B. Dubois. Linda Boström Knausgard ist ihrem Mann mindestens ebenbürtig, hält die NZZ nach der Lektüre des beklemmend schönen Romans "Oktoberkind" fest. Nachdrücklich empfiehlt die SZ Jörg Bongs Gesang auf die deutsche Revolution 1848. Der Dlf tritt mit Rolf Haufs eine Erinnerungsreise in die Westberliner Exklave "Steinstücken" an.

05.10.2022 Roman eines Radiomoderators und doch viel mehr als ein Musikroman ist Juri Andruchowytschs "Radio Nacht", nämlich ein Roman über Dissidenz und die postsowjetischen Länder, versichert euphorisch die taz. Reinstes Leseglück findet die FR in einer vierbändigen Anthologie spanischer und hispanoamerikanischer Lyrik. Dlf Kultur erkundet mit Stefan Mosters "Das Fundament des Eisbergs" durchfroren aber glücklich die Arktis. Die FAZ durchlebt mit Rafael Chirbes' Tagebüchern das Drama des sich als ungenügend empfindenden Schriftstellers.

04.10.2022 Die SZ spürt in Büchern von Sabine Adler und John Sweeney nach, wie Putin zum perfiden und grausame Herrscher aufstieg und wie Deutschland dabei mithalf. Der DlfKultur verfällt mit Ray Lorigas Roman "Kapitulation" der Verlockung des Konformismus. Die FAZ liest Krimis, darunter Cherie Jones' schaurige Geschichte aus Barbados "Wie die einarmige Schwester das Haus fegt".