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18.02.2022 Die SZ lernt die ganz besondere Aura des Fragments kennen in Thomas von Steinaeckers Buch der gescheiterten Kunstwerke. Die NZZ entdeckt dank Florian Vetsch ein unbekanntes Theaterstück von Paul Bowles über islamischen Extremismus. Die FAZ sieht den Architekten Erich Mendelsohn dank Carsten Krohn und Michele Stavagna endgültig in eine Liga mit Gropius oder Mies van der Rohe aufsteigen. Mit dem Althistoriker Michael Sommer blickt sie in das geheime Leben der Römer.

17.02.2022 Die Zeit geht auf die Knie vor Szczepan Twardoch, der in seinem neuen Roman „Demut“ laut Florian Illies Zeitgeschichte authentischer erzählt als jeder Zeitzeuge. Die FAZ lässt sich in einem von Werner Jung herausgegebenen Lesebuch den Kosmos Dieter Wellershoff eröffnen. Die SZ bespricht Bücher über Pandemien und empfiehlt besonders Bernd Ingmar Gutberlets „Heimsuchung“. Die NZZ liest John McWhorters Pamphlet gegen einen aus dem Ruder gelaufenen Antirassismus. Und Dlf Kultur lernt von Ann Petry, wie Harriet Tubman 300 Menschen als Fluchthelferin der Underground Railroad das Leben rettete.

16.02.2022 FR und SZ sind ganz aus dem Häuschen, wenn Fatma Aydemir in ihrem zweiten Roman mit soziologischer Genauigkeit vom "Migrationsspagat" einer deutsch-türkischen Familie erzählt. NZZ und Dlf Kultur lesen bewegt Aharon Appelfelds späten Roman "Sommernächte" über die Flucht eines Jungen durch die Ukraine. Die FAZ lässt sich vom Briefwechsel zwischen Louis de Bonald und Joseph de Maistre zurück zum Beginn der Restauration unter Ludwig XVIII. katapultieren. Und Dlf lauscht mit Hendrik Bolz dem Beat der Nullerjahre.

15.02.2022 Als furioses, brüllend komisches und todernstes Sprachkunstwerk feiert die FAZ Joshua Cohens Monumentalroman "Witz" in der bewundernswerten Übersetzung von Ulrich Blumenbach. Mit Freude folgt sie auch dem Ex-Marine Phil Klay in den kolumbianischen Dschungel. Die NZZ arbeitet sich durch die Emmanuel Levinas' Schrift "Ethik als Erste Philosophie". Die SZ liest begeistert Natasha Browns Roman "Zusammenkunft" über den Aufstieg einer schwarzen Frau in die Londoner Hochfinanz.

14.02.2022 Nicht unbedingt raffiniert, dafür aber bewegend findet der Dlf, wie Fatma Aydemir in "Dschinns" die Geschichte einer türkischen Familie in Deutschland erzählt. NZZ und SZ gehen mit Alexander Kluge in den Zirkus und lernen dort, auf dem Hochseil des Lebens zu balancieren. Die FR stapft freudig mit Mathjis Deen durchs Wattenmeer.

12.02.2022 Die taz staunt, wie gnadenlos Vladimir Sorokin in seinen Erzählungen die nationalistische Idylle in Russland zerstört. Die SZ ist fasziniert von Thomas Huetlins Studie über den Menschen Walther Rathenau. Die FAZ taucht mit Ron Winkler und Birgit Kreipe ab in märchenhafte Lyrik. Die FR erliegt der stillen Wucht von Monika Helfers neuem Roman über ihren Bruder Richard. Und Dlf Kultur eröffnet sich der Zusammenhang zwischen Paradies und Katastrophe beim Lesen von Esther Kinskys „Rombo“.

11.02.2022 Die FAZ findet Goyas Abgründe in dessen Briefen. Von der Philosophin Sally Haslanger lässt sie sich zum Nachdenken über Gendern, Rassismus und bauchfreie Tops anregen. Die SZ fühlt dank Britta Teckentrup die ganze Kraft der Wut. Der Dlf entdeckt in Henri Thomas' "Kohlenkübel" den französischen Törleß. Und Dlf Kultur lernt in Ulrike Sterblichs und Heiko Wernigs prekärem Bestiarium die Scharnierschildkröte kennen, die beide Körperhälften zusammenklappen kann.

10.02.2022 Dlf Kultur findet sich mit Hendrik Bolz in den "Nullerjahren" in Stralsund wieder. Die SZ bewundert Bettina Flittner, die in ihrem Erinnerungsbuch an ihre Schwester die Abgründe und die Qual hinter dem Familienglück transparent macht. In der FAZ empfiehlt Wolfgang Kubin A Lais Dokumentarroman über Tibet, "Zhan Dui". Die taz freut sich über eine Neuübersetzung von Alice Walkers Roman "Die Farbe Lila".

09.02.2022 Die SZ ist erstaunt über die Aktualität von Orhan Pamuks Roman über Leugnen, Freiheitsringen und Verschwörungsdenken während der Pest. Die NZZ spürt die Erde beben beim Lesen von Esther Kinskys Roman "Rombo", der für sie auch Dokumentation der Flora und Fauna um den Monte San Simeone ist. Die FAZ lernt in einem von Wolfgang Günter Lerch herausgegebenen Band unbekannte moderne türkische Dichter wie Asik Veysel und Cemal Süreya kennen. Und die FR findet es erfrischend, wie ihr Kim Hye-Jin die Zwänge der Tradition in Südkorea schildert.

08.02.2022 Die FAZ lernt in Mikola Dziadoks Aufzeichnungen aus der belarussischen Lagerhaft die ganze Willkür des Systems Lukaschenko kennen. Außerdem bestaunt sie Bilder von heroischen Kosmonauten in ehemaligen sowjetischen Militärbasen. Die FR empfiehlt den von Jürgen Habermas, Dan Diner und anderen herausgegebenen Band zum Historikerstreit 2.0. Die SZ blättert im Adressbuch der Dora Maar. Der Dlf lauscht angetan Navid Kermanis Vater-Tochter-Dialog über den Islam.