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05.05.2021 Dlf Kultur gibt sich betört dem Frühlingsmärchen von Ali Smith hin. Und falls Papa in nächster Zeit frühlingsbedingt ein heikles Gespräch mit dem Nachwuchs bevorsteht, wird das Aufklärungsbuch von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn empfohlen. Die NZZ lernt von Anna Baars Debütroman "Nil", dass der Verlust der Gewissheit auch ein Gewinn sein kann. Die FR vertieft sich in Anna Brüggemanns "Trennungsroman". Und die FAZ lernt von Birgit Schönau die Patchworkfamilie Neros kennen.

04.05.2021 Der DlfKultur bewundert Kunstfertigkeit und Hellsicht in Ling Mas Roman "New York Ghost", in dem die Stadt vom Shen-Fieber heimgesucht wird. Als Baldwins polnischen Erben feiert die taz Tomasz Jedrowskis für seinen Roman "Im Wasser sind wir schwerelos". Die SZ preist Tom Hollands Opus "Herrschaft", das keinen Unterschied mehr kennt zwischen Geschichte und schöner Literatur. Brillant findet die NZZ Christine Korsgaards Ethik "Tiere wie wir". Auch über die Neuauflage von George Orwells frühen Werken freut sie sich. Und als Hommage auf Paris lässt sich die FAZ Marc Petitjeans Erzählung "Das Herz" gefallen, die von der Affäre seines Vaters mit Frida Kahlo erzählt.

03.05.2021 Der DlfKultur lernt von Giulia Mensitieri, wie gern sich die Menschen in der Modebranche, "dem schönsten Gewerbe der Welt", ausbeuten lassen - nur um dazuzugehören. Die SZ liest berührt die Erinnerungen des Bayern-Präsidenten Kurt Landauer. Die taz lernt mit Stefan Gärtner, den einverständigen Sprachgestus - Alles gut! - zu verabscheuen. Und die FAZ bewundert, wie David Peace in seinem Krimi "Tokio, neue Stadt" Poesie und Wahrhaftigkeit verbindet.

30.04.2021 Welt, SZ, taz und Dlf Kultur lesen verschiedene Bücher zum Thema Gleichberechtigung: Vor allem empfehlen sie Rebekka Endlers „Patriarchat der Dinge“, das mit Biss zeige, wie selbstverständlich der Mann als Maß aller Dinge gelte. Die Welt staunt außerdem, wie offen die Journalistin Mareice Kaiser das Thema „Mutterschaft“ anpackt. Die FAZ erfährt bei Colin Crouch, wie sehr der Politikwissenschaftler den Populismus einst unterschätzte. Die SZ wacht mit Sascha Filipenko nach zehn Jahren in Weißrussland aus dem Koma auf und stellt fest: Nichts hat sich verändert. Für ein Meisterwerk hält Dlf Kultur Antonio Lobo Antunes’ neuen Roman über das von Portugal kontrollierte Angola der Siebziger.

29.04.2021 Dlf Kultur lässt sich mit "Die gefallene Stadt", dem zweiten Band der Balkan-Trilogie Olivia Mannings, erneut gern in das Leben der britischen Kolonie im Bukarest der Verziger ziehen. Die FAZ taucht mit Ulrike Edschmids Roman "Levys Testament" ein ins linke London der Siebziger. Außerdem schwelgt sie mit einer vierbändigen Thomas-Kling-Werkausgabe hemmungslos im geliebten Kling-Sound. Die FR begeistert sich für die vielen weiblichen Perspektiven in der Anthologie "Frauen | Lyrik". Auch SZ und Zeit feiern heute Judith Hermann als große Schriftstellerin.

28.04.2021 Fast nur Hymnen für Judith Hermanns „Daheim“: NZZ, taz und Dlf Kultur bewahren dank Hermann ihren Glauben an die Literatur und sehen die Autorin auf der Höhe ihrer Kunst. Die FAZ fühlt sich immerhin gut unterhalten. Die NZZ zieht mit dem britischen Kolumnisten John Kampfner eine erste Bilanz der Merkel-Ära. Die SZ spürt die „elektrostatische Spannung“ im Unbewussten der Amerikaner mit Jenny Offills Roman „Wetter“. Der Dlf lässt sich von Audre Lorde durch das „Dickicht der Identitätsdebatten“ führen und begrüßt mit Ali Smith den Frühling.

27.04.2021 Der DlfKultur labt sich an der flackernden sprachlichen Schönheit in Anja Kampmanns Gedichten "der hund ist immer hungrig". Die FAZ sinniert dagegen mit Theresa Präauers Geschichten "Das Glück ist eine Bohne" über die Unerträglichkeit des Schönen. Mit Interesse liest sie auch Anja Röckes "Soziologie der Selbstoptimierung". Die SZ entdeckt mit "Chaos, Glück und Höllenfahrten" Wiglaf Drostes empfindsame Seite.

26.04.2021 Grammatik kann Spaß machen ruft die FAZ und möchte am liebsten "Hunde im Futur" an alle Drittklässler verschenkt sehen. Gut gefällt ihr auch die milde Lakonie in Ole Könneckes Märchen "Dulcinea im Zauberwald". Der Dlf macht in Raoul Schrotts heutiger Euripides-Übersetzung Bekanntschaft mit der feministischen Alkestis und dem populistischen Menelaos. Der DlfKultur arbeitet sich durch die Bücher, die jetzt die Wirecard-Geschichte aufarbeiten.

24.04.2021 Die FAZ begibt sich mit der bretonisch-senegalesischen Lyrikerin Sylvie Kandé auf die „unendliche Suche nach dem anderen Ufer“ und findet „alternative Gedichtschreibung“. Von Alex Feuerherdt und Florian Markl lässt sie sich den Antisemitismus der BDS-Bewegung erläutern. Die SZ lernt bei Şeyda Kurt das radikale „Alphabet der Zärtlichkeit“ kennen. Die taz liest bewegt, wie Melanie Garanin den Tod ihres Sohnes in ihrer Graphic Novel verarbeitet. Interessiert folgt die Welt Mark Gevissers Schilderungen der weltweiten Kämpfe um sexuelle Selbstbestimmung. Und der Dlf begibt sich mit Duncan Hannah auf einen rasanten Ritt durch das New York der Siebziger.

23.04.2021 Die FAZ erfährt aus dem Band "Der Kaiser und sein Reich", wie unempfindlich die Hohenzollern gegenüber historischen Realitäten sind. Die FR erlebt mit Steffen Kopetzky eine süffige Liebesgeschichte während des Pockenausbruchs in der Eifel. Die SZ zähmt einen Panther mit den Gedichten von Marina Zwetajewas. Außerdem empfiehlt sie neue Jugendbücher. Dlf Kultur folgt Tom Hillenbrand in die Welt der Kryptonerds und fragt mit dem Biologen Lothar Frenz: Wer wird überleben?